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Berufe in der Justiz

  • Bild: Frau telefoniert und studiert in einem Buch, neben ihr steht Justizia auf dem Schreibtisch

    Richterin/Richter

    Foto: © Gina Sanders fotalia.com

  • Bild: Justizfachangestellte in einem Büro

    Justizfachangestellte/Justizfachangestellte

    Foto: © Brandenburgisches Oberlandesgericht

  • Bild: Rechtspflegerin in einer Bibliothek

    Rechtspflegerin/Rechtspfleger

    Foto: © Brandenburgisches Oberlandesgericht

  • Bild: Justizvollzugsbeamte sitzen in Reihen nach vorne gerichtet auf Stuhlen. Die Rückenaufschrift Justiz ist auf der Arbeitskleidung der Beamten zu sehen

    Justizvollzugsbeamtin/Justizvollzugsbeamter

    Foto: © MdJ


Hier erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Berufe in der Justiz.

Mit den Informationen zum Datenschutz werden Sie über die Verarbeitung der personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit einer Berwerbung beim MdJ informiert.

Es wird um Kenntnisnahme gebeten:

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  • Richterin/Richter

    Was sind die Aufgaben einer Richterin und eines Richters?

    Richter und Richterinnen können in verschiedenen Gerichtsbarkeiten tätig sein. Im Bereich des Ministeriums der Justiz werden die Richterinnen und Richter eingesetzt in der Ordentlichen Gerichtsbarkeit (Amts-, Landgerichte und Oberlandesgericht), der Sozialgerichtsbarkeit (Sozialgerichte und Landessozialgericht Berlin-Brandenburg), der Verwaltungsgerichtsbarkeit (Verwaltungsgerichte und Oberverwaltungsgericht), der Arbeitsgerichtsbarkeit (Arbeitsgerichte und Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg) sowie dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg.

    Bei den Amts- und Landgerichten sowie dem Oberlandesgericht entscheiden die Richterinnen und Richter in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten wie Zahlungs-, Feststellungs-, Räumungs- und Unterlassungsklagen, ferner in familienrechtlichen Streitigkeiten (z.B. Ehescheidungen) und in Angelegenheiten der so genannten Freiwilligen Gerichtsbarkeit wie Grundbuch- und Nachlassangelegenheiten sowie in Straf- und Bußgeldverfahren. Sozialrichterinnen und Sozialrichter entscheiden über sozialrechtliche Streitigkeiten, beispielweise über Renten- und Krankenversicherungssachen, über Auseinandersetzungen wegen der Höhe des Arbeitslosengeldes und der Sozialhilfe, aber auch über Fragen des Kassenarztrechts. Als Richterin oder Richter an einem Verwaltungsgericht beziehungsweise dem Oberverwaltungsgericht befasst man sich mit Streitigkeiten öffentlich-rechtlicher Art - zum Beispiel über die Zulässigkeit eines Bauvorhabens oder die Rechtmäßigkeit einer Gemeindeordnung. Arbeitsrichterinnen und Arbeitsrichter entscheiden über Streitigkeiten aus dem Arbeitsleben, zum Beispiel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über den Bestand des Arbeitsverhältnisses (etwa bei Kündigungen), Zahlungsklagen und Streit über Zeugnisinhalte, aber auch über Auseinandersetzungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Außerdem entscheiden sie im sogenannten Beschlussverfahren über Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber.

    Vor dem Finanzgericht werden Steuerrechtsstreitigkeiten - so etwa der Einspruch eines Bürgers gegen einen Steuerbescheid - behandelt.

    Hauptmerkmal der Rechtsstellung der Richterinnen und Richter ist die verfassungsrechtlich garantierte sachliche und persönliche Unabhängigkeit.

    Wer kann Richterin oder Richterin werden?

    Voraussetzung ist zunächst ein absolviertes Studium der Rechtswissenschaften an einer Hochschule oder Universität. Danach folgt die Erste juristische Staatsprüfung vor dem Justizprüfungsamt. Hieran schließt sich ein zweijähriger Vorbereitungsdienst - das so genannte Rechtsreferendariat - an. Das Rechtsreferendariat gliedert sich in verschiedene Abschnitte der vorwiegend praktischen Ausbildung. Die Referendarinnen und Referendare werden in Gerichten, Staatsanwaltschaften und Anwaltskanzleien eingesetzt und erhalten direkt vor Ort einen Eindruck von der praktischen Betätigung der Juristen. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung ab, durch deren erfolgreiches Bestehen die Befähigung für den richterlichen und den staatsanwaltschaftlichen Dienst erlangt wird.

    Weitere Informationen zum Rechtsreferendariat im Land Brandenburg erhalten Sie bei der Referendarabteilung des Brandenburgischen Oberlandesgerichts.

    Wie bewirbt man sich als Richterin oder Richter?

    Im Geschäftsbereich des Ministeriums besteht die Möglichkeit der Einstellung im richterlichen Dienst der ordentlichen Gerichtsbarkeit, der Verwaltungsgerichtsbarkeit, der Arbeitsgerichtsbarkeit, der Sozialgerichtsbarkeit und der Finanzgerichtsbarkeit.

    Die Bewerbungen für die ordentliche Gerichtsbarkeit können beim

    Präsidenten des
    Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14770 Brandenburg an der Havel

    eingereicht werden.

    Informationen über das Bewerbungsverfahren sowie Bewerbungsformulare erhalten Sie hier.

    Freie Stellen zur Einstellung in die Fachgerichtsbarkeiten werden grundsätzlich im Justizministerialblatt für das Land Brandenburg ausgeschrieben, das am 15. eines jeden Monats erscheint und über die über die Internetseite des Ministeriums der Justiz eingesehen werden kann. Den Ausschreibungen können die Einstellungsvoraussetzungen sowie die Stelle entnommen werden, an die die Bewerbung gerichtet werden soll.

    Unabhängig davon können Initiativbewerbungen für die Fachgerichtsbarkeiten an das

    Ministerium der Justiz
    Referat I.1
    Heinrich-Mann-Allee 107
    14473 Potsdam

    gerichtet werden.

    Sofern eine Einstellung durch den entsprechenden Gerichtspräsidenten befürwortet wird, unterbreitet dieser einen entsprechenden Vorschlag an das Ministerium der Justiz. Befürwortet die Ministerin diese Einstellung ebenfalls, wird dem Richterwahlausschuss des Landes Brandenburg ein entsprechender Ministervorschlag vorgelegt. Stimmt auch der Richterwahlausschuss dem Vorschlag zu, erfolgt die Ernennung zur Richterin oder zum Richter auf Probe.

    Was sind die Aufgaben einer Richterin und eines Richters?

    Richter und Richterinnen können in verschiedenen Gerichtsbarkeiten tätig sein. Im Bereich des Ministeriums der Justiz werden die Richterinnen und Richter eingesetzt in der Ordentlichen Gerichtsbarkeit (Amts-, Landgerichte und Oberlandesgericht), der Sozialgerichtsbarkeit (Sozialgerichte und Landessozialgericht Berlin-Brandenburg), der Verwaltungsgerichtsbarkeit (Verwaltungsgerichte und Oberverwaltungsgericht), der Arbeitsgerichtsbarkeit (Arbeitsgerichte und Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg) sowie dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg.

    Bei den Amts- und Landgerichten sowie dem Oberlandesgericht entscheiden die Richterinnen und Richter in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten wie Zahlungs-, Feststellungs-, Räumungs- und Unterlassungsklagen, ferner in familienrechtlichen Streitigkeiten (z.B. Ehescheidungen) und in Angelegenheiten der so genannten Freiwilligen Gerichtsbarkeit wie Grundbuch- und Nachlassangelegenheiten sowie in Straf- und Bußgeldverfahren. Sozialrichterinnen und Sozialrichter entscheiden über sozialrechtliche Streitigkeiten, beispielweise über Renten- und Krankenversicherungssachen, über Auseinandersetzungen wegen der Höhe des Arbeitslosengeldes und der Sozialhilfe, aber auch über Fragen des Kassenarztrechts. Als Richterin oder Richter an einem Verwaltungsgericht beziehungsweise dem Oberverwaltungsgericht befasst man sich mit Streitigkeiten öffentlich-rechtlicher Art - zum Beispiel über die Zulässigkeit eines Bauvorhabens oder die Rechtmäßigkeit einer Gemeindeordnung. Arbeitsrichterinnen und Arbeitsrichter entscheiden über Streitigkeiten aus dem Arbeitsleben, zum Beispiel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über den Bestand des Arbeitsverhältnisses (etwa bei Kündigungen), Zahlungsklagen und Streit über Zeugnisinhalte, aber auch über Auseinandersetzungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Außerdem entscheiden sie im sogenannten Beschlussverfahren über Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber.

    Vor dem Finanzgericht werden Steuerrechtsstreitigkeiten - so etwa der Einspruch eines Bürgers gegen einen Steuerbescheid - behandelt.

    Hauptmerkmal der Rechtsstellung der Richterinnen und Richter ist die verfassungsrechtlich garantierte sachliche und persönliche Unabhängigkeit.

    Wer kann Richterin oder Richterin werden?

    Voraussetzung ist zunächst ein absolviertes Studium der Rechtswissenschaften an einer Hochschule oder Universität. Danach folgt die Erste juristische Staatsprüfung vor dem Justizprüfungsamt. Hieran schließt sich ein zweijähriger Vorbereitungsdienst - das so genannte Rechtsreferendariat - an. Das Rechtsreferendariat gliedert sich in verschiedene Abschnitte der vorwiegend praktischen Ausbildung. Die Referendarinnen und Referendare werden in Gerichten, Staatsanwaltschaften und Anwaltskanzleien eingesetzt und erhalten direkt vor Ort einen Eindruck von der praktischen Betätigung der Juristen. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung ab, durch deren erfolgreiches Bestehen die Befähigung für den richterlichen und den staatsanwaltschaftlichen Dienst erlangt wird.

    Weitere Informationen zum Rechtsreferendariat im Land Brandenburg erhalten Sie bei der Referendarabteilung des Brandenburgischen Oberlandesgerichts.

    Wie bewirbt man sich als Richterin oder Richter?

    Im Geschäftsbereich des Ministeriums besteht die Möglichkeit der Einstellung im richterlichen Dienst der ordentlichen Gerichtsbarkeit, der Verwaltungsgerichtsbarkeit, der Arbeitsgerichtsbarkeit, der Sozialgerichtsbarkeit und der Finanzgerichtsbarkeit.

    Die Bewerbungen für die ordentliche Gerichtsbarkeit können beim

    Präsidenten des
    Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14770 Brandenburg an der Havel

    eingereicht werden.

    Informationen über das Bewerbungsverfahren sowie Bewerbungsformulare erhalten Sie hier.

    Freie Stellen zur Einstellung in die Fachgerichtsbarkeiten werden grundsätzlich im Justizministerialblatt für das Land Brandenburg ausgeschrieben, das am 15. eines jeden Monats erscheint und über die über die Internetseite des Ministeriums der Justiz eingesehen werden kann. Den Ausschreibungen können die Einstellungsvoraussetzungen sowie die Stelle entnommen werden, an die die Bewerbung gerichtet werden soll.

    Unabhängig davon können Initiativbewerbungen für die Fachgerichtsbarkeiten an das

    Ministerium der Justiz
    Referat I.1
    Heinrich-Mann-Allee 107
    14473 Potsdam

    gerichtet werden.

    Sofern eine Einstellung durch den entsprechenden Gerichtspräsidenten befürwortet wird, unterbreitet dieser einen entsprechenden Vorschlag an das Ministerium der Justiz. Befürwortet die Ministerin diese Einstellung ebenfalls, wird dem Richterwahlausschuss des Landes Brandenburg ein entsprechender Ministervorschlag vorgelegt. Stimmt auch der Richterwahlausschuss dem Vorschlag zu, erfolgt die Ernennung zur Richterin oder zum Richter auf Probe.

  • Staatsanwältin/Staatsanwalt

    Was sind die Aufgaben eines Staatsanwalts und einer Staatsanwältin?

    Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sind vorwiegend in Strafsachen tätig. Sie leiten strafrechtliche Ermittlungsverfahren, erheben Anklagen und vertreten diese vor dem Gericht. Im Weiteren sind sie auch im Rahmen der Vollstreckung von Strafen tätig. Besteht beispielsweise der Verdacht, dass ein Mensch ermordet worden ist, kann der Staatsanwalt bzw. die Staatsanwältin an der Obduktion der Leiche teilnehmen, wird er Zeugen vernehmen, Tatverdächtige verhören und im Falle eines dringenden Tatverdachts deren Verhaftung beantragen. Nach dem Abschluss der Ermittlungen erhebt der Staatsanwalt oder die Staatsanwältin die Anklage, wenn eine bestimmte Person der Tat hinreichend verdächtig ist. In der Verhandlung dieser Strafsache vor dem Gericht wirkt der Staatsanwalt bzw. die Staatsanwältin mit, hält am Ende ein Plädoyer und beantragt eine bestimmte Entscheidung bei dem Gericht. Im Falle der Verurteilung der Täterin oder des Täters zu einer Freiheitsstrafe überwacht der Staatsanwalt bzw. die Staatsanwältin auch die Einleitung und Durchführung der Vollstreckung.

    Wer kann Staatsanwalt bzw. Staatsanwältin werden?

    Voraussetzung ist zunächst ein absolviertes Studium der Rechtswissenschaften an einer Hochschule oder Universität. Danach folgt die Erste juristische Staatsprüfung vor dem Justizprüfungsamt. Hieran schließt sich ein zweijähriger Vorbereitungsdienst - das so genannte Referendariat - an. Das Referendariat gliedert sich in verschiedene Abschnitte der vorwiegend praktischen Ausbildung. Die Referendarinnen und Referendare werden in Gerichten, Staatsanwaltschaften und Anwaltskanzleien eingesetzt und erhalten direkt vor Ort einen Eindruck von der praktischen Betätigung der Juristen. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung ab, durch deren erfolgreiches Bestehen die Befähigung für den richterlichen und den staatsanwaltschaftlichen Dienst erlangt wird.

    Wie bewirbt man sich als Staatsanwältin oder Staatsanwalt?

    Die Bewerbungen sind direkt an den           

    Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg
    Steinstraße 61
    14776 Brandenburg an der Havel

    zu richten.

    Informationen zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens und Bewerbungsvordrucke finden Sie hier.

    Sofern eine Einstellung in den Justizdienst des Landes Brandenburg durch den Generalstaatsanwalt befürwortet wird, unterbreitet dieser einen entsprechenden Vorschlag an das Ministerium der Justiz. Befürwortet die Ministerin diese Einstellung ebenfalls, wird dem Richterwahlausschuss des Landes Brandenburg ein entsprechender Ministervorschlag vorgelegt. Stimmt auch der Richterwahlausschuss dem Vorschlag zu, erfolgt die Ernennung zur Staatsanwältin oder zum Staatsanwalt.

    Was sind die Aufgaben eines Staatsanwalts und einer Staatsanwältin?

    Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sind vorwiegend in Strafsachen tätig. Sie leiten strafrechtliche Ermittlungsverfahren, erheben Anklagen und vertreten diese vor dem Gericht. Im Weiteren sind sie auch im Rahmen der Vollstreckung von Strafen tätig. Besteht beispielsweise der Verdacht, dass ein Mensch ermordet worden ist, kann der Staatsanwalt bzw. die Staatsanwältin an der Obduktion der Leiche teilnehmen, wird er Zeugen vernehmen, Tatverdächtige verhören und im Falle eines dringenden Tatverdachts deren Verhaftung beantragen. Nach dem Abschluss der Ermittlungen erhebt der Staatsanwalt oder die Staatsanwältin die Anklage, wenn eine bestimmte Person der Tat hinreichend verdächtig ist. In der Verhandlung dieser Strafsache vor dem Gericht wirkt der Staatsanwalt bzw. die Staatsanwältin mit, hält am Ende ein Plädoyer und beantragt eine bestimmte Entscheidung bei dem Gericht. Im Falle der Verurteilung der Täterin oder des Täters zu einer Freiheitsstrafe überwacht der Staatsanwalt bzw. die Staatsanwältin auch die Einleitung und Durchführung der Vollstreckung.

    Wer kann Staatsanwalt bzw. Staatsanwältin werden?

    Voraussetzung ist zunächst ein absolviertes Studium der Rechtswissenschaften an einer Hochschule oder Universität. Danach folgt die Erste juristische Staatsprüfung vor dem Justizprüfungsamt. Hieran schließt sich ein zweijähriger Vorbereitungsdienst - das so genannte Referendariat - an. Das Referendariat gliedert sich in verschiedene Abschnitte der vorwiegend praktischen Ausbildung. Die Referendarinnen und Referendare werden in Gerichten, Staatsanwaltschaften und Anwaltskanzleien eingesetzt und erhalten direkt vor Ort einen Eindruck von der praktischen Betätigung der Juristen. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung ab, durch deren erfolgreiches Bestehen die Befähigung für den richterlichen und den staatsanwaltschaftlichen Dienst erlangt wird.

    Wie bewirbt man sich als Staatsanwältin oder Staatsanwalt?

    Die Bewerbungen sind direkt an den           

    Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg
    Steinstraße 61
    14776 Brandenburg an der Havel

    zu richten.

    Informationen zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens und Bewerbungsvordrucke finden Sie hier.

    Sofern eine Einstellung in den Justizdienst des Landes Brandenburg durch den Generalstaatsanwalt befürwortet wird, unterbreitet dieser einen entsprechenden Vorschlag an das Ministerium der Justiz. Befürwortet die Ministerin diese Einstellung ebenfalls, wird dem Richterwahlausschuss des Landes Brandenburg ein entsprechender Ministervorschlag vorgelegt. Stimmt auch der Richterwahlausschuss dem Vorschlag zu, erfolgt die Ernennung zur Staatsanwältin oder zum Staatsanwalt.

  • Wirtschaftsreferentin/Wirtschaftsreferent

    Was sind die Aufgaben eines Wirtschaftsreferenten und einer Wirtschaftsreferentin bei der Staatsanwaltschaft?

    Wirtschaftsreferenten und Wirtschaftsreferentinnen bei der Staatsanwaltschaft sind in Strafsachen tätig. Sie sind bei einer Staatsanwaltschaft des Landes eingesetzt und unterstützen mit ihrem kaufmännischen und betriebs- bzw. volkswirtschaftlichen Fachwissen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zur Aufdeckung von Wirtschaftsstraftaten. So wirken die Wirtschaftsreferenten und Wirtschaftsreferentinnen bei der Staatsanwaltschaft mit an der Aufklärung von Fällen des Subventions-, Kapitalanlage- und Kreditbetruges. Auch Straftaten aus dem Bereich des unlauteren Wettbewerbs, der Bestechung im geschäftlichen Verkehr sowie Straftaten gegen den Urheberrechts- und Markenschutz fallen in diesen Bereich.

    Wer kann Wirtschaftsreferent bzw. Wirtschaftsreferentin bei der Staatsanwaltschaft werden?

    Voraussetzung für die Einstellung als Wirtschaftsreferent/ Wirtschaftsreferentin sind

    • ein wirtschaftliches universitäres Hochschulstudium mit Abschluss als Diplom-Kauffrau/-mann oder Diplom-Volkswirt/in bzw. ein entsprechender Masterabschluss,

    • eine dieser Vorbildung entsprechende mehrjährige Tätigkeit in der Wirtschaftsprüfung oder Innenrevision,

    • umfassende Kenntnisse und Erfahrungen im betrieblichen Rechnungswesen (Buchhaltung und Bilanzen),

    • starke Belastbarkeit und überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft,

    • Interesse und Fähigkeit zum konzeptionellen Arbeiten,

    • Kooperationsfähigkeit sowie

    • gute PC-Kenntnisse.

    Wie wird man Wirtschaftsreferent bzw. Wirtschaftsreferentin bei der Staatsanwaltschaft?

    Einstellungsbehörde für Wirtschaftsreferenten ist das Ministerium der Justiz. Freie und besetzbare Stellen für Wirtschaftsreferentinnen und -referenten werden in Tageszeitungen und im Amtsblatt sowie im Justizministerialblatt für das Land Brandenburg ausgeschrieben. Bewerbungen sind unter Vorlage der üblichen Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Lichtbild, Nachweis des Abschlusses des Hochschulstudiums, Arbeitszeugnisse) bei der in der Ausschreibung bezeichneten Stelle einzureichen.

    Im Ergebnis des durchgeführten Auswahlverfahrens erhält die ausgewählte Bewerberin oder der ausgewählte Bewerber zunächst einen Arbeitsvertrag auf der Grundlage der Vorschriften des TV-L unter Eingruppierung in die Entgeltgruppe 13. Die Probezeit dauert sechs Monate. Nach Ablauf eines Jahres im Angestelltenverhältnis wird auf Wunsch des oder der Bediensteten eine Verbeamtung in der Laufbahn der besonderen Fachrichtung "Strafrechtlicher Ermittlungsdienst in Wirtschaftsstrafsachen" geprüft.

    Was sind die Aufgaben eines Wirtschaftsreferenten und einer Wirtschaftsreferentin bei der Staatsanwaltschaft?

    Wirtschaftsreferenten und Wirtschaftsreferentinnen bei der Staatsanwaltschaft sind in Strafsachen tätig. Sie sind bei einer Staatsanwaltschaft des Landes eingesetzt und unterstützen mit ihrem kaufmännischen und betriebs- bzw. volkswirtschaftlichen Fachwissen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zur Aufdeckung von Wirtschaftsstraftaten. So wirken die Wirtschaftsreferenten und Wirtschaftsreferentinnen bei der Staatsanwaltschaft mit an der Aufklärung von Fällen des Subventions-, Kapitalanlage- und Kreditbetruges. Auch Straftaten aus dem Bereich des unlauteren Wettbewerbs, der Bestechung im geschäftlichen Verkehr sowie Straftaten gegen den Urheberrechts- und Markenschutz fallen in diesen Bereich.

    Wer kann Wirtschaftsreferent bzw. Wirtschaftsreferentin bei der Staatsanwaltschaft werden?

    Voraussetzung für die Einstellung als Wirtschaftsreferent/ Wirtschaftsreferentin sind

    • ein wirtschaftliches universitäres Hochschulstudium mit Abschluss als Diplom-Kauffrau/-mann oder Diplom-Volkswirt/in bzw. ein entsprechender Masterabschluss,

    • eine dieser Vorbildung entsprechende mehrjährige Tätigkeit in der Wirtschaftsprüfung oder Innenrevision,

    • umfassende Kenntnisse und Erfahrungen im betrieblichen Rechnungswesen (Buchhaltung und Bilanzen),

    • starke Belastbarkeit und überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft,

    • Interesse und Fähigkeit zum konzeptionellen Arbeiten,

    • Kooperationsfähigkeit sowie

    • gute PC-Kenntnisse.

    Wie wird man Wirtschaftsreferent bzw. Wirtschaftsreferentin bei der Staatsanwaltschaft?

    Einstellungsbehörde für Wirtschaftsreferenten ist das Ministerium der Justiz. Freie und besetzbare Stellen für Wirtschaftsreferentinnen und -referenten werden in Tageszeitungen und im Amtsblatt sowie im Justizministerialblatt für das Land Brandenburg ausgeschrieben. Bewerbungen sind unter Vorlage der üblichen Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Lichtbild, Nachweis des Abschlusses des Hochschulstudiums, Arbeitszeugnisse) bei der in der Ausschreibung bezeichneten Stelle einzureichen.

    Im Ergebnis des durchgeführten Auswahlverfahrens erhält die ausgewählte Bewerberin oder der ausgewählte Bewerber zunächst einen Arbeitsvertrag auf der Grundlage der Vorschriften des TV-L unter Eingruppierung in die Entgeltgruppe 13. Die Probezeit dauert sechs Monate. Nach Ablauf eines Jahres im Angestelltenverhältnis wird auf Wunsch des oder der Bediensteten eine Verbeamtung in der Laufbahn der besonderen Fachrichtung "Strafrechtlicher Ermittlungsdienst in Wirtschaftsstrafsachen" geprüft.

  • Notarin/Notar

    Was sind die Aufgaben einer Notarin/eines Notars?

    Notarinnen und Notare sind als ein Teil des Systems der vorsorgenden Rechtspflege unabhängige Trägerinnen und Träger eines öffentlichen Amtes und beurkunden in den vom Gesetz vorgeschriebenen oder von den Beteiligten ausdrücklich gewünschten Fällen rechtsgeschäftliche Erklärungen. Hierbei wahren die Notarinnen und Notare eine unparteiische und neutrale Position und vor allem Verschwiegenheit gegenüber allen Unbeteiligten. Sie sind nicht Interessenvertreter eines oder mehrerer Beteiligten gegen andere.

    Die Notarinnen und Notare

    • beurkunden, das heißt, sie gestalten und formulieren die Verträge oder einseitigen Erklärungen der Beteiligten, belehren über rechtliche Tragweite und Risiken der Rechtsgeschäfte und verlesen diese Urkunden im Beisein aller Beteiligten,

    • beglaubigen, das heißt, sie bestätigen kraft ihres Amtes die Identität der Kopie eines Schriftstückes mit der ihnen vorgelegten Originalschrift (Abschriftbeglaubigung) oder bestätigen die Echtheit einer vor ihnen geleisteten und anerkannten Unterschrift (Unterschriftsbeglaubigung),

    • beraten Rechtsuchende vor allem in den Gebieten des Grundstücks-, Erb-, Familien- und Gesellschaftsrechts,

    • betreuen Mandanten bei der Durchführung der abgeschlossenen Rechtsgeschäfte, das heißt, sie übernehmen auf Antrag den Vollzug der Geschäfte, stellen die erforderlichen Anträge bei Behörden und Registern, holen Erklärungen von Banken und Einrichtungen ein, damit die von den Beteiligten angestrebten Rechtswirkungen auch eintreten.

    Das Ziel, aber auch die Grenze notarieller Tätigkeit ist die Gestaltung von Rechtsbeziehungen ohne Streitigkeiten. Sind solche nicht zu vermeiden oder zu überwinden, müssen sich die Beteiligten an einen Rechtsanwalt bzw. eine Rechtsanwältin oder an das Gericht wenden.

    Wer kann Notar/in werden?

    Die Bewerberinnen und Bewerber müssen die Befähigung zum Richteramt nach dem Deutschen Richtergesetz erlangt haben, d.h. Volljuristen sein.

    Nach § 7 Abs. 1 der Bundesnotarordnung (BNotO) soll zur hauptberuflichen Amtsausübung als Notar/in in der Regel nur bestellt werden, wer einen dreijährigen Anwärterdienst als Notarassessor/in geleistet hat und sich im Anwärterdienst der Notarkammer des Landes befindet, in dem er sich um die Bestellung bewirbt.

    Wie bewirbt man sich um Einstellung in den notariellen Anwärterdienst?

    In den Anwärterdienst als Notarassessor/in werden nur so viele Bewerberinnen und Bewerber übernommen, wie später voraussichtlich als Notarinnen und Notare bestellt werden können. Die Einstellungen erfolgen in der Regel zweimal jährlich im zeitlichen Zusammenhang mit der jeweiligen Zweiten Juristischen Staatsprüfung.

    Der Einstellungsbedarf soll grundsätzlich aus den jeweiligen Zweiten Juristischen Staatsprüfungen gedeckt werden; ausnahmsweise kann auch ein/e Bewerberin aus einer früheren Zweiten Juristischen Staatsprüfung berücksichtigt werden, wenn an seiner/ihrer Gewinnung ein besonderes Interesse besteht.

    Die Zahl der einzustellenden Assessorinnen und Assessoren und der Zeitpunkt, bis zu dem die Bewerbungen einzureichen sind, werden im Justizministerialblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht. Die Bewerbungen sind an das Ministerium der Justiz zu richten.

    Die Notarassessorin/Der Notarassessor steht in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Land Brandenburg und gleichzeitig zur Notarkammer Brandenburg und zur Ländernotarkasse in Leipzig. Der Notarkammer Brandenburg obliegt die Ausbildung der Notarassessorinnen und -assessoren, die durch Zuweisung an Ausbildungsnotarinnen und -notare erfolgt. Sobald die Notarassessorinnen und -assessoren einen entsprechenden Ausbildungsstand erreicht haben, werden sie zur Wahrnehmung von Notarvertretungen und -verwaltungen herangezogen.

    Wie wird man Notar/in?

    Gemäß § 4 BNotO werden so viele Notarinnen und Notare bestellt, wie es den Erfordernissen einer geordneten Rechtspflege entspricht. Dabei sind insbesondere das Bedürfnis nach einer angemessenen Versorgung der Rechtsuchenden mit notariellen Leistungen und die Wahrung einer geordneten Altersstruktur des Notarberufs zu berücksichtigen. Daher wird den Notarinnen und Notaren auch ein bestimmter Amtssitz zugewiesen, an dem sie ihre Geschäftsstelle einrichten müssen.

    Über die Errichtung, Wiederbesetzung bzw. Einziehung einer Notarstelle entscheidet das Ministerium der Justiz im pflichtgemäßen Ermessen.

    Ist eine Notarstelle zu besetzen, wird sie im Justizministerialblatt des Landes Brandenburg ausgeschrieben. Die Bewerbungsunterlagen sind innerhalb eines Monats beim Ministerium der Justiz einzureichen. Die Notarassessorinnen und -assessoren, die einen mindestens dreijährigen Anwärterdienst absolviert haben, sollen sich auf die ausgeschriebenen Notarstellen bewerben.

    Was sind die Aufgaben einer Notarin/eines Notars?

    Notarinnen und Notare sind als ein Teil des Systems der vorsorgenden Rechtspflege unabhängige Trägerinnen und Träger eines öffentlichen Amtes und beurkunden in den vom Gesetz vorgeschriebenen oder von den Beteiligten ausdrücklich gewünschten Fällen rechtsgeschäftliche Erklärungen. Hierbei wahren die Notarinnen und Notare eine unparteiische und neutrale Position und vor allem Verschwiegenheit gegenüber allen Unbeteiligten. Sie sind nicht Interessenvertreter eines oder mehrerer Beteiligten gegen andere.

    Die Notarinnen und Notare

    • beurkunden, das heißt, sie gestalten und formulieren die Verträge oder einseitigen Erklärungen der Beteiligten, belehren über rechtliche Tragweite und Risiken der Rechtsgeschäfte und verlesen diese Urkunden im Beisein aller Beteiligten,

    • beglaubigen, das heißt, sie bestätigen kraft ihres Amtes die Identität der Kopie eines Schriftstückes mit der ihnen vorgelegten Originalschrift (Abschriftbeglaubigung) oder bestätigen die Echtheit einer vor ihnen geleisteten und anerkannten Unterschrift (Unterschriftsbeglaubigung),

    • beraten Rechtsuchende vor allem in den Gebieten des Grundstücks-, Erb-, Familien- und Gesellschaftsrechts,

    • betreuen Mandanten bei der Durchführung der abgeschlossenen Rechtsgeschäfte, das heißt, sie übernehmen auf Antrag den Vollzug der Geschäfte, stellen die erforderlichen Anträge bei Behörden und Registern, holen Erklärungen von Banken und Einrichtungen ein, damit die von den Beteiligten angestrebten Rechtswirkungen auch eintreten.

    Das Ziel, aber auch die Grenze notarieller Tätigkeit ist die Gestaltung von Rechtsbeziehungen ohne Streitigkeiten. Sind solche nicht zu vermeiden oder zu überwinden, müssen sich die Beteiligten an einen Rechtsanwalt bzw. eine Rechtsanwältin oder an das Gericht wenden.

    Wer kann Notar/in werden?

    Die Bewerberinnen und Bewerber müssen die Befähigung zum Richteramt nach dem Deutschen Richtergesetz erlangt haben, d.h. Volljuristen sein.

    Nach § 7 Abs. 1 der Bundesnotarordnung (BNotO) soll zur hauptberuflichen Amtsausübung als Notar/in in der Regel nur bestellt werden, wer einen dreijährigen Anwärterdienst als Notarassessor/in geleistet hat und sich im Anwärterdienst der Notarkammer des Landes befindet, in dem er sich um die Bestellung bewirbt.

    Wie bewirbt man sich um Einstellung in den notariellen Anwärterdienst?

    In den Anwärterdienst als Notarassessor/in werden nur so viele Bewerberinnen und Bewerber übernommen, wie später voraussichtlich als Notarinnen und Notare bestellt werden können. Die Einstellungen erfolgen in der Regel zweimal jährlich im zeitlichen Zusammenhang mit der jeweiligen Zweiten Juristischen Staatsprüfung.

    Der Einstellungsbedarf soll grundsätzlich aus den jeweiligen Zweiten Juristischen Staatsprüfungen gedeckt werden; ausnahmsweise kann auch ein/e Bewerberin aus einer früheren Zweiten Juristischen Staatsprüfung berücksichtigt werden, wenn an seiner/ihrer Gewinnung ein besonderes Interesse besteht.

    Die Zahl der einzustellenden Assessorinnen und Assessoren und der Zeitpunkt, bis zu dem die Bewerbungen einzureichen sind, werden im Justizministerialblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht. Die Bewerbungen sind an das Ministerium der Justiz zu richten.

    Die Notarassessorin/Der Notarassessor steht in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Land Brandenburg und gleichzeitig zur Notarkammer Brandenburg und zur Ländernotarkasse in Leipzig. Der Notarkammer Brandenburg obliegt die Ausbildung der Notarassessorinnen und -assessoren, die durch Zuweisung an Ausbildungsnotarinnen und -notare erfolgt. Sobald die Notarassessorinnen und -assessoren einen entsprechenden Ausbildungsstand erreicht haben, werden sie zur Wahrnehmung von Notarvertretungen und -verwaltungen herangezogen.

    Wie wird man Notar/in?

    Gemäß § 4 BNotO werden so viele Notarinnen und Notare bestellt, wie es den Erfordernissen einer geordneten Rechtspflege entspricht. Dabei sind insbesondere das Bedürfnis nach einer angemessenen Versorgung der Rechtsuchenden mit notariellen Leistungen und die Wahrung einer geordneten Altersstruktur des Notarberufs zu berücksichtigen. Daher wird den Notarinnen und Notaren auch ein bestimmter Amtssitz zugewiesen, an dem sie ihre Geschäftsstelle einrichten müssen.

    Über die Errichtung, Wiederbesetzung bzw. Einziehung einer Notarstelle entscheidet das Ministerium der Justiz im pflichtgemäßen Ermessen.

    Ist eine Notarstelle zu besetzen, wird sie im Justizministerialblatt des Landes Brandenburg ausgeschrieben. Die Bewerbungsunterlagen sind innerhalb eines Monats beim Ministerium der Justiz einzureichen. Die Notarassessorinnen und -assessoren, die einen mindestens dreijährigen Anwärterdienst absolviert haben, sollen sich auf die ausgeschriebenen Notarstellen bewerben.


  • Rechtspflegerin/Rechtspfleger

    Hier finden Sie Erfahrungsberichte von einer Anwärterin.

    Was ist eine Rechtspflegerin/ein Rechtspfleger?

    Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind Beamte des gehobenen Justizdienstes und treffen als selbständiges Organ der Rechtspflege in eigener Verantwortung gerichtliche Entscheidungen. Sie sind in der Sache unabhängig und nicht an Weisungen gebunden, sondern nur dem Gesetz unterworfen. So können weder der Dienstvorgesetzte noch die Justizverwaltung, die Regierung oder andere Stellen den Rechtspfleger zu einer bestimmten Entscheidung zwingen. Insoweit entfällt auch die beamtenrechtliche Gehorsamspflicht. Stellung und Aufgaben sowie die sachliche Unabhängigkeit sind bundeseinheitlich im Rechtspflegergesetz vom 05.11.1969/ 30.07.2009 verankert und unterscheiden den Beruf von den Beamten des gehobenen Dienstes aller übrigen Verwaltungszweige.

    Aufgrund dieser dem Richteramt ähnlichen Stellung wird der Rechtspfleger auch als “die zweite Säule der dritten Gewalt” bezeichnet.

    Die Tätigkeit des Rechtspflegers mit dem Ziel, den Rechtsfrieden zu erhalten und zu sichern, erfordert unparteiische Rechtsanwendung, soziale Einstellung, Verständnis für wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge sowie Entschlussfreudigkeit.

    Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften eingesetzt. Der Schwerpunkt der Aufgaben des Rechtspflegerdienstes liegt bei den Amtsgerichten.

    • Dazu gehört das rechtlich schwierige und vielfältige Gebiet des Grundbuchrechts, in dem z.B. über Anträge auf Eintragung von Eigentum, Eintragung und Löschung von Hypotheken, Grundschulden, Erbbau- und Wohnrechten, Nießbrauchs- und Wegerechten sowie Wohnungs- und Teileigentum entschieden wird.

    • Im Registergericht sind sie für alle Eintragungen im Handelsregister Abt. A und Veränderungen in Abt. B sowie für alle Eintragungen in den sonstigen öffentlichen Registern (z.B. Genossenschafts- und Vereinsregister) verantwortlich.

    • In Nachlasssachen leiten sie z. B. Termine zur Eröffnung von Testamenten und erteilen Erbscheine bei gesetzlicher Erbfolge.

    • Weite Gebiete des Betreuungs- und Vormundschaftsrechts sind auf den Rechtspfleger übertragen, so z.B. die Erteilung vormundschaftsgerichtlicher Genehmigungen und die Verpflichtung des Vormunds oder Pflegers einschließlich deren Überwachung.

    • Nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens führen in der Regel Rechtspfleger das gesamte Verfahren weiter durch. Sie leiten die Gläubigerversammlung und überwachen die Tätigkeit des Insolvenzverwalters.

    • Die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken gehören zu den schwierigsten Geschäften und verlangen umfassende Kenntnisse des Vollstreckungs- und Grundbuchrechts. Im Zuge dieser Verfahren leiten Rechtspfleger Gerichtstermine in eigener Verantwortung.

    • Sie führen nach einem abgeschlossenen Zivilverfahren die Kostenfestsetzung durch.

    • Im gerichtlichen Mahnverfahren entscheiden sie u. a. über Anträge auf Erlass von Mahn- und Vollstreckungsbescheiden, während sie in Zwangsvollstreckungsverfahren über beantragte Pfändungen von Arbeitslöhnen, Gehältern, Hypotheken, Gesellschaftsanteilen und Sparguthaben zu entscheiden haben.

    • In Strafverfahren überwachen sie die Vollstreckung rechtskräftig verhängter Strafen. Sie ziehen Geldstrafen ein, laden bei Freiheitsstrafen zum Strafantritt und überwachen den fristgerechten Vollzug der festgesetzten Strafzeit. Gegen säumige Verurteilte können sie auch (Vollstreckungs-)Haftbefehle erlassen.

    • In der Justizverwaltung unterstützen sie als Geschäftsleiter den Gerichtspräsidenten oder Gerichtsdirektor oder leiten als Sachgebietsleiter oder Gruppenleiter Verwaltungssachgebiete oder Abteilungen. Zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs des gesamten Geschäftsbetriebs sind ihnen auch Führungsaufgaben übertragen. Zu deren Wahrnehmung sind sie sachlich wie personell weisungsbefugt.

    • Rechtspfleger sind außerdem als Revisoren und Prüfungsbeamte der Gerichtsvollzieher eingesetzt.

    Mit diesen Beispielen sind keineswegs alle Sachgebiete genannt, bei denen Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger mit wichtigen und weitreichenden Entscheidungen betraut sind. Schon diese Aufzählung vermittelt jedoch ein anschauliches Bild von der Vielseitigkeit des Berufs.

    Wie werde ich Rechtspflegerin/Rechtspfleger?

    Zur Rechtspflegerausbildung können gemäß § 3 der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung der Rechtspfleger des Landes Brandenburg vom 3. Februar 1994 Bewerberinnen und Bewerber zugelassen werden, welche die Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder einen entsprechenden als gleichwertig anerkannten Bildungsstand besitzen und im Zeitpunkt der Einstellung höchstens 40 Jahre alt sind (gilt nicht für Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheines und in den Fällen des § 7 Absatz 2 des Soldatenversorgungsgesetzes). Bewerberinnen und Bewerber müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

    Bewerbungsgesuche sind unter Beifügung

    • eines Lebenslaufs in tabellarischer Form
    • eines Lichtbildes (freiwillig)
    • von Ablichtungen des letzten Schulzeugnisses oder – falls bereits vorhanden – des Zeugnisses über die Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife

    zu richten an den

    Präsidenten des 
    Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Dezernat 10.4
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14770 Brandenburg an der Havel

    oder online über das

    Bewerbungsformular für das duale Studium zur/zum Rechtspfleger/in

    Einstellungen erfolgen zum 1. Oktober eines jeden Jahres. Einsendeschluss für Bewerbungen ist immer der 31. Oktober des Vorjahres. Unterlagen über Bewerberinnen/Bewerber, die nicht in Personalakten einmünden, werden zwei Monate aufbewahrt und anschließend nach § 29 Abs. 3 Brandenburgisches Datenschutzgesetz (BbgDSG) i. V. mit der Verordnung über die Aufbewahrung von Schriftgut der ordentlichen Gerichtsbarkeit, der Staatsanwaltschaften und der Justizvollzugsbehörden (AufbewahrungsV) vernichtet, soweit der Bewerbung kein ausreichend frankierter Umschlag zur Rücksendung der Unterlagen beiliegt.

    Über die Gesuche wird unter Beteiligung der Personalvertretung und der Schwerbehindertenvertretung sowie der Gleichstellungsbeauftragten entschieden. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber werden unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zu Rechtspflegeranwärterinnen bzw. Rechtspflegeranwärtern ernannt.

    Vom Beginn der Ausbildung an werden Anwärterbezüge in Höhe von derzeit 1.371,43 € (Stand 1. Januar 2020) brutto gezahlt. Alle Anwärterinnen und Anwärter erhalten grundsätzlich einen jährlichen Erholungsurlaub von 30 Arbeitstagen.

    ie Rechtspflegerausbildung besteht aus einem insgesamt 24-monatigen Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin sowie einer fachpraktischen Ausbildung von 12 Monaten Dauer an den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Landes Brandenburg.

    Ziel des dualen Studien- und Ausbildungsganges ist es, in fachtheoretischen Studienzeiten und fachpraktischen Ausbildungszeiten auf wissenschaftlicher Grundlage Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger heranzubilden, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren allgemeinen fachlichen Kenntnissen befähigt sind, die Anforderungen zu bewältigen, die mit der Erfüllung der Aufgaben nach dem Rechtspflegergesetz und zur Ausübung von Tätigkeiten des gehobenen Dienstes in der Justizverwaltung erforderlich sind.

    An die Ausbildung schließt sich das staatliche Prüfungsverfahren an, das aus einem schriftlichen Teil und einer mündlichen Prüfung besteht. Im schriftlichen Examen sind insgesamt acht Klausuren mit Prüfungsaufgaben aus allen Rechtsgebieten, auf die sich die Rechtspflegerausbildung bezieht, anzufertigen. Das mündliche Examen wird vor einer Prüfungskommission, die bei dem Präsidenten des Kammergerichts Berlin berufen wird, abgelegt.

    Nach der Anfertigung und Anerkennung einer Diplomarbeit verleiht die Hochschule für Wirtschaft und Recht den akademischen Grad Diplom-Rechtspflegerin / Diplom-Rechtspfleger.

    Und danach?

    Anwärterinnen und Anwärter, die die Rechtspflegerprüfung bestanden haben, können, sofern die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen und die Stellensituation es zulässt, unter Verleihung der Eigenschaft eines Beamten auf Probe zur Justizinspektorin bzw. zum Justizinspektor ernannt werden.

    Ein Rechtsanspruch auf Übernahme in den Landesdienst Brandenburg nach bestandenem Rechtspflegerexamen besteht nicht.

    Nach der Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe erfolgt ein Einsatz in den geschilderten Rechts- und Arbeitsgebieten bei einem der 28 Amts- oder Landgerichte oder einer der vier Staatsanwaltschaften des Landes Brandenburg. Der konkrete Einsatz ist abhängig von der jeweiligen Personalsituation und dem jeweiligen Personalbedarf zum Zeitpunkt der Übernahme.

    Ein Anspruch auf Einsatz bei einem bestimmten Gericht bzw. Staatsanwaltschaft besteht nicht.

    Von den Beamtinnen und Beamten wird erwartet, dass sie ihren Wohnsitz auch an ihrem Dienstsitz - oder zumindest in dessen Einzugsbereich – nehmen.

    Nach Ableisten des Probedienstes von regelmäßig drei Jahren erfolgt bei entsprechender Bewährung die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit. Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger können danach bei entsprechendem Leistungsniveau bis zur Justizoberamtsrätin bzw. zum Justizoberamtsrat (Besoldungsgruppe A 13) befördert werden.

    Die Besoldung richtet sich nach den Besoldungsvorschriften des Landes Brandenburg. Als Justizinspektorin / Justizinspektor (Eingangsamt) erhalten Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger Dienstbezüge nach der Besoldungsgruppe A 9. Einschließlich einer Stellenzulage sind dies gegenwärtig 2.783,58 € (Stand 1. Januar 2021) brutto als Anfangsgehalt.

    Hier finden Sie Erfahrungsberichte von einer Anwärterin.

    Was ist eine Rechtspflegerin/ein Rechtspfleger?

    Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind Beamte des gehobenen Justizdienstes und treffen als selbständiges Organ der Rechtspflege in eigener Verantwortung gerichtliche Entscheidungen. Sie sind in der Sache unabhängig und nicht an Weisungen gebunden, sondern nur dem Gesetz unterworfen. So können weder der Dienstvorgesetzte noch die Justizverwaltung, die Regierung oder andere Stellen den Rechtspfleger zu einer bestimmten Entscheidung zwingen. Insoweit entfällt auch die beamtenrechtliche Gehorsamspflicht. Stellung und Aufgaben sowie die sachliche Unabhängigkeit sind bundeseinheitlich im Rechtspflegergesetz vom 05.11.1969/ 30.07.2009 verankert und unterscheiden den Beruf von den Beamten des gehobenen Dienstes aller übrigen Verwaltungszweige.

    Aufgrund dieser dem Richteramt ähnlichen Stellung wird der Rechtspfleger auch als “die zweite Säule der dritten Gewalt” bezeichnet.

    Die Tätigkeit des Rechtspflegers mit dem Ziel, den Rechtsfrieden zu erhalten und zu sichern, erfordert unparteiische Rechtsanwendung, soziale Einstellung, Verständnis für wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge sowie Entschlussfreudigkeit.

    Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften eingesetzt. Der Schwerpunkt der Aufgaben des Rechtspflegerdienstes liegt bei den Amtsgerichten.

    • Dazu gehört das rechtlich schwierige und vielfältige Gebiet des Grundbuchrechts, in dem z.B. über Anträge auf Eintragung von Eigentum, Eintragung und Löschung von Hypotheken, Grundschulden, Erbbau- und Wohnrechten, Nießbrauchs- und Wegerechten sowie Wohnungs- und Teileigentum entschieden wird.

    • Im Registergericht sind sie für alle Eintragungen im Handelsregister Abt. A und Veränderungen in Abt. B sowie für alle Eintragungen in den sonstigen öffentlichen Registern (z.B. Genossenschafts- und Vereinsregister) verantwortlich.

    • In Nachlasssachen leiten sie z. B. Termine zur Eröffnung von Testamenten und erteilen Erbscheine bei gesetzlicher Erbfolge.

    • Weite Gebiete des Betreuungs- und Vormundschaftsrechts sind auf den Rechtspfleger übertragen, so z.B. die Erteilung vormundschaftsgerichtlicher Genehmigungen und die Verpflichtung des Vormunds oder Pflegers einschließlich deren Überwachung.

    • Nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens führen in der Regel Rechtspfleger das gesamte Verfahren weiter durch. Sie leiten die Gläubigerversammlung und überwachen die Tätigkeit des Insolvenzverwalters.

    • Die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken gehören zu den schwierigsten Geschäften und verlangen umfassende Kenntnisse des Vollstreckungs- und Grundbuchrechts. Im Zuge dieser Verfahren leiten Rechtspfleger Gerichtstermine in eigener Verantwortung.

    • Sie führen nach einem abgeschlossenen Zivilverfahren die Kostenfestsetzung durch.

    • Im gerichtlichen Mahnverfahren entscheiden sie u. a. über Anträge auf Erlass von Mahn- und Vollstreckungsbescheiden, während sie in Zwangsvollstreckungsverfahren über beantragte Pfändungen von Arbeitslöhnen, Gehältern, Hypotheken, Gesellschaftsanteilen und Sparguthaben zu entscheiden haben.

    • In Strafverfahren überwachen sie die Vollstreckung rechtskräftig verhängter Strafen. Sie ziehen Geldstrafen ein, laden bei Freiheitsstrafen zum Strafantritt und überwachen den fristgerechten Vollzug der festgesetzten Strafzeit. Gegen säumige Verurteilte können sie auch (Vollstreckungs-)Haftbefehle erlassen.

    • In der Justizverwaltung unterstützen sie als Geschäftsleiter den Gerichtspräsidenten oder Gerichtsdirektor oder leiten als Sachgebietsleiter oder Gruppenleiter Verwaltungssachgebiete oder Abteilungen. Zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs des gesamten Geschäftsbetriebs sind ihnen auch Führungsaufgaben übertragen. Zu deren Wahrnehmung sind sie sachlich wie personell weisungsbefugt.

    • Rechtspfleger sind außerdem als Revisoren und Prüfungsbeamte der Gerichtsvollzieher eingesetzt.

    Mit diesen Beispielen sind keineswegs alle Sachgebiete genannt, bei denen Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger mit wichtigen und weitreichenden Entscheidungen betraut sind. Schon diese Aufzählung vermittelt jedoch ein anschauliches Bild von der Vielseitigkeit des Berufs.

    Wie werde ich Rechtspflegerin/Rechtspfleger?

    Zur Rechtspflegerausbildung können gemäß § 3 der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung der Rechtspfleger des Landes Brandenburg vom 3. Februar 1994 Bewerberinnen und Bewerber zugelassen werden, welche die Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder einen entsprechenden als gleichwertig anerkannten Bildungsstand besitzen und im Zeitpunkt der Einstellung höchstens 40 Jahre alt sind (gilt nicht für Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheines und in den Fällen des § 7 Absatz 2 des Soldatenversorgungsgesetzes). Bewerberinnen und Bewerber müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

    Bewerbungsgesuche sind unter Beifügung

    • eines Lebenslaufs in tabellarischer Form
    • eines Lichtbildes (freiwillig)
    • von Ablichtungen des letzten Schulzeugnisses oder – falls bereits vorhanden – des Zeugnisses über die Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife

    zu richten an den

    Präsidenten des 
    Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Dezernat 10.4
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14770 Brandenburg an der Havel

    oder online über das

    Bewerbungsformular für das duale Studium zur/zum Rechtspfleger/in

    Einstellungen erfolgen zum 1. Oktober eines jeden Jahres. Einsendeschluss für Bewerbungen ist immer der 31. Oktober des Vorjahres. Unterlagen über Bewerberinnen/Bewerber, die nicht in Personalakten einmünden, werden zwei Monate aufbewahrt und anschließend nach § 29 Abs. 3 Brandenburgisches Datenschutzgesetz (BbgDSG) i. V. mit der Verordnung über die Aufbewahrung von Schriftgut der ordentlichen Gerichtsbarkeit, der Staatsanwaltschaften und der Justizvollzugsbehörden (AufbewahrungsV) vernichtet, soweit der Bewerbung kein ausreichend frankierter Umschlag zur Rücksendung der Unterlagen beiliegt.

    Über die Gesuche wird unter Beteiligung der Personalvertretung und der Schwerbehindertenvertretung sowie der Gleichstellungsbeauftragten entschieden. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber werden unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zu Rechtspflegeranwärterinnen bzw. Rechtspflegeranwärtern ernannt.

    Vom Beginn der Ausbildung an werden Anwärterbezüge in Höhe von derzeit 1.371,43 € (Stand 1. Januar 2020) brutto gezahlt. Alle Anwärterinnen und Anwärter erhalten grundsätzlich einen jährlichen Erholungsurlaub von 30 Arbeitstagen.

    ie Rechtspflegerausbildung besteht aus einem insgesamt 24-monatigen Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin sowie einer fachpraktischen Ausbildung von 12 Monaten Dauer an den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Landes Brandenburg.

    Ziel des dualen Studien- und Ausbildungsganges ist es, in fachtheoretischen Studienzeiten und fachpraktischen Ausbildungszeiten auf wissenschaftlicher Grundlage Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger heranzubilden, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren allgemeinen fachlichen Kenntnissen befähigt sind, die Anforderungen zu bewältigen, die mit der Erfüllung der Aufgaben nach dem Rechtspflegergesetz und zur Ausübung von Tätigkeiten des gehobenen Dienstes in der Justizverwaltung erforderlich sind.

    An die Ausbildung schließt sich das staatliche Prüfungsverfahren an, das aus einem schriftlichen Teil und einer mündlichen Prüfung besteht. Im schriftlichen Examen sind insgesamt acht Klausuren mit Prüfungsaufgaben aus allen Rechtsgebieten, auf die sich die Rechtspflegerausbildung bezieht, anzufertigen. Das mündliche Examen wird vor einer Prüfungskommission, die bei dem Präsidenten des Kammergerichts Berlin berufen wird, abgelegt.

    Nach der Anfertigung und Anerkennung einer Diplomarbeit verleiht die Hochschule für Wirtschaft und Recht den akademischen Grad Diplom-Rechtspflegerin / Diplom-Rechtspfleger.

    Und danach?

    Anwärterinnen und Anwärter, die die Rechtspflegerprüfung bestanden haben, können, sofern die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen und die Stellensituation es zulässt, unter Verleihung der Eigenschaft eines Beamten auf Probe zur Justizinspektorin bzw. zum Justizinspektor ernannt werden.

    Ein Rechtsanspruch auf Übernahme in den Landesdienst Brandenburg nach bestandenem Rechtspflegerexamen besteht nicht.

    Nach der Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe erfolgt ein Einsatz in den geschilderten Rechts- und Arbeitsgebieten bei einem der 28 Amts- oder Landgerichte oder einer der vier Staatsanwaltschaften des Landes Brandenburg. Der konkrete Einsatz ist abhängig von der jeweiligen Personalsituation und dem jeweiligen Personalbedarf zum Zeitpunkt der Übernahme.

    Ein Anspruch auf Einsatz bei einem bestimmten Gericht bzw. Staatsanwaltschaft besteht nicht.

    Von den Beamtinnen und Beamten wird erwartet, dass sie ihren Wohnsitz auch an ihrem Dienstsitz - oder zumindest in dessen Einzugsbereich – nehmen.

    Nach Ableisten des Probedienstes von regelmäßig drei Jahren erfolgt bei entsprechender Bewährung die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit. Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger können danach bei entsprechendem Leistungsniveau bis zur Justizoberamtsrätin bzw. zum Justizoberamtsrat (Besoldungsgruppe A 13) befördert werden.

    Die Besoldung richtet sich nach den Besoldungsvorschriften des Landes Brandenburg. Als Justizinspektorin / Justizinspektor (Eingangsamt) erhalten Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger Dienstbezüge nach der Besoldungsgruppe A 9. Einschließlich einer Stellenzulage sind dies gegenwärtig 2.783,58 € (Stand 1. Januar 2021) brutto als Anfangsgehalt.

  • Amtsanwältin/Amtsanwalt

    Was sind die Aufgaben eines Amtsanwalts und einer Amtsanwältin?

    Amtsanwälte und Amtsanwältinnen sind im Wesentlichen wie Staatsanwälte und Staatsanwältinnen in Strafsachen tätig. Sie leiten strafrechtliche Ermittlungsverfahren in Fällen geringerer Kriminalität, zum Beispiel bei kleineren Diebstählen, Straßenverkehrsdelikten oder illegalem Zigarettenhandel. In diesen Fällen erheben die Amtsanwälte und Amtsanwältinnen auch die Anklage vor den Amtsgerichten und vertreten diese vor dem Gericht. Sie haben im Prozess vor den Amtsgerichten im Wesentlichen die selbe Rechtsstellung wie Staatsanwälte und Staatsanwältinnen. Insbesondere halten auch sie am Ende der Verhandlung ein Plädoyer und beantragen eine bestimmte Entscheidung bei dem Gericht.

    Wer kann Amtsanwalt bzw. Amtsanwältin werden?

    Zum Amtsanwaltsdienst kann zugelassen werden, wer die Prüfung für den gehobenen Justizdienst (Rechtspflegerlaufbahn) bestanden hat, nach seiner Persönlichkeit und seinen bisherigen Leistungen für den Amtsanwaltsdienst besonders geeignet ist und grundsätzlich das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Für Schwerbehinderte liegt die Höchstaltersgrenze hingegen bei 40 Jahren.

    Wie wird man Amtsanwalt bzw. Amtsanwältin?

    Die Einführungszeit für den Amtsanwaltsdienst dauert 15 Monate. Sie gliedert sich in fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungszeiten. Die fachtheoretische Ausbildung wird im Land Brandenburg und über einen Zeitraum von vier Monaten in der Justizausbildungsstätte Bad Münstereifel (Nordrhein-Westfalen) durchgeführt. Die berufliche Praxis wird direkt bei einer Staatsanwaltschaft des Landes Brandenburg erlernt. Schließlich endet die Ausbildung mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.

    Wie bewirbt man sich um eine Stelle als Amtsanwalt bzw. Amtsanwältin?

    Die Bewerbung ist an den

    Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg
    Steinstraße 61
    14776 Brandenburg an der Havel

    zu richten.

    Aus Anlass dieser Bewerbung beurteilt dann die Leiterin/der Leiter der bisherigen Dienststelle die Eignung, Befähigung und fachliche Leistung der Bewerberin/des Bewerbers. Im Ergebnis eines Auswahlverfahrens mit Eignungstest wird die Bewerberin/der Bewerber bei vorhandener Eignung zur Einführungszeit zugelassen.

    Was sind die Aufgaben eines Amtsanwalts und einer Amtsanwältin?

    Amtsanwälte und Amtsanwältinnen sind im Wesentlichen wie Staatsanwälte und Staatsanwältinnen in Strafsachen tätig. Sie leiten strafrechtliche Ermittlungsverfahren in Fällen geringerer Kriminalität, zum Beispiel bei kleineren Diebstählen, Straßenverkehrsdelikten oder illegalem Zigarettenhandel. In diesen Fällen erheben die Amtsanwälte und Amtsanwältinnen auch die Anklage vor den Amtsgerichten und vertreten diese vor dem Gericht. Sie haben im Prozess vor den Amtsgerichten im Wesentlichen die selbe Rechtsstellung wie Staatsanwälte und Staatsanwältinnen. Insbesondere halten auch sie am Ende der Verhandlung ein Plädoyer und beantragen eine bestimmte Entscheidung bei dem Gericht.

    Wer kann Amtsanwalt bzw. Amtsanwältin werden?

    Zum Amtsanwaltsdienst kann zugelassen werden, wer die Prüfung für den gehobenen Justizdienst (Rechtspflegerlaufbahn) bestanden hat, nach seiner Persönlichkeit und seinen bisherigen Leistungen für den Amtsanwaltsdienst besonders geeignet ist und grundsätzlich das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Für Schwerbehinderte liegt die Höchstaltersgrenze hingegen bei 40 Jahren.

    Wie wird man Amtsanwalt bzw. Amtsanwältin?

    Die Einführungszeit für den Amtsanwaltsdienst dauert 15 Monate. Sie gliedert sich in fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungszeiten. Die fachtheoretische Ausbildung wird im Land Brandenburg und über einen Zeitraum von vier Monaten in der Justizausbildungsstätte Bad Münstereifel (Nordrhein-Westfalen) durchgeführt. Die berufliche Praxis wird direkt bei einer Staatsanwaltschaft des Landes Brandenburg erlernt. Schließlich endet die Ausbildung mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.

    Wie bewirbt man sich um eine Stelle als Amtsanwalt bzw. Amtsanwältin?

    Die Bewerbung ist an den

    Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg
    Steinstraße 61
    14776 Brandenburg an der Havel

    zu richten.

    Aus Anlass dieser Bewerbung beurteilt dann die Leiterin/der Leiter der bisherigen Dienststelle die Eignung, Befähigung und fachliche Leistung der Bewerberin/des Bewerbers. Im Ergebnis eines Auswahlverfahrens mit Eignungstest wird die Bewerberin/der Bewerber bei vorhandener Eignung zur Einführungszeit zugelassen.

  • Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter

    Was sind die Aufgaben eines Sozialarbeiters/einer Sozialarbeiterin bei den Sozialen Diensten der Justiz?

    Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bei den Sozialen Diensten der Justiz im Land Brandenburg sind als Gerichts- und Bewährungshelfer/innen sowie als Vermittler/innen im Täter-Opfer-Ausgleich tätig.

    Ein/e Bewährungshelfer/in betreut meist über mehrere Jahre straffällige Jugendliche, heranwachsende und erwachsene Menschen, die vom Gericht eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheits- bzw. Restfreiheitsstrafe erhalten haben. Im Rahmen einer beruflichen, vertrauensvollen Beziehung versucht er/sie der Probandin und Probanden zu einem straffreien Leben zu verhelfen. Dem Gericht hat er/sie in regelmäßigen Abständen über die Lebensführung der Probandin bzw. des Probanden zu berichten. Dabei ist auch mitzuteilen, ob die Probandin/der Proband die erteilten Weisungen und Auflagen erfüllt hat.

    Die Vermittlerin/der Vermittler im Täter-Opfer-Ausgleich bietet Geschädigten und Beschuldigten die Möglichkeit, den Konflikt, der zur Straftat geführt hat oder der durch sie entstanden ist, in einem gemeinsamen Gespräch, das sie/er als ausgebildeter Mediator/in moderiert, zu erörtern und zu regeln. Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft der/des Geschädigten und der/des Beschuldigten, einen Ausgleich herbeizuführen. Das Ergebnis des Täter-Opfer-Ausgleichs ist häufig eine Vereinbarung über die Zahlung eines Schmerzensgeldes, eines Schadenersatzes oder die Erbringung einer Arbeitsleistung. Die Wiedergutmachung kann sich aber auch auf eine mündliche oder schriftliche Entschuldigung beschränken. Nach erfolgreich durchgeführtem Täter-Opfer-Ausgleich stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren in der Regel ein.

    Als Gerichtshelfer/in ist der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin der Sozialen Dienste in der Hauptsache damit befasst, bei Verurteilten, die ihre Geldstrafe nicht bezahlt haben, die Möglichkeit von Ratenzahlungen oder der Leistung unentgeltlicher und gemeinnütziger Arbeit zu prüfen, damit die drohende Ersatzfreiheitsstrafe nicht vollstreckt werden muss. Gegebenenfalls vermittelt er/sie den Verurteilten in geeignete Einrichtungen und überwacht die Ableistung der versprochenen Ratenzahlung oder gemeinnützigen Arbeit.

    Im Bereich der Haftvermeidungshilfe prüft der oder die Gerichtshelfer/in, ob Umstände vorliegen, die eine Vermeidung, Aufhebung oder Verkürzung der Untersuchungshaft rechtfertigen. Über das Ergebnis dieser Prüfung berichtet er/sie der Staatsanwaltschaft bzw. dem Gericht.

    Im Ermittlungsverfahren erarbeitet er/sie - je nach Auftrag der Staatsanwaltschaft - einen Bericht, der Auskunft über die Entwicklung, die wirtschaftlichen, sozialen und familiären Verhältnisse der/des Beschuldigten gibt. Die Ergebnisse seiner/ihrer Nachforschungen können für die später vom Gericht verhängte Sanktion von Bedeutung sein.

    Sozialarbeit im Justizvollzug ist eine Form der professionellen Hilfe, die darauf abzielt, dem/der Inhaftierten während seiner/ihrer Inhaftierung psychosoziale Beratung und Begleitung zu bieten. Ziel ist, dass der/die Inhaftierte seinen/ihren Alltag vom Tag der Entlassung an selbständig und in sozialer Verantwortung gestalten kann.

    Sozialarbeit im Justizvollzug umfasst folgende Schwerpunkte:

    • Führung des Zugangsgesprächs
    • Erstellung einer Sozialanamnese
    • Stellungnahmen zur Vollzugsplanung und Vollzugsplanfortschreibung
    • Stellungnahmen zur vorzeitigen Entlassung
    • Schuldnerberatung
    • Suchtberatung
    • Gespräche mit dem/der Inhaftierten über seine/ihre Straftat/Straffälligkeit, seine/ihre Persönlichkeitsdefizite und seine/ihre sozialen Kompetenzen
    • Angehörigenkontakte
    • Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Institutionen
    • Entlassungsvorbereitung

    Wer kann Sozialarbeiter/in bei den Sozialen Diensten der Justiz im Land Brandenburg werden?

    Voraussetzung ist entweder ein erfolgreich absolviertes Studium an einer Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik sowie die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/in bzw. Sozialpädagoge/Sozialpädagogin oder der erfolgreiche Abschluss der Fachrichtung Soziale Arbeit Bachelor of Arts (B.A.) mit staatlicher Anerkennung.

    Wie bewirbt man sich als Sozialarbeiter/in bei den Sozialen Diensten der Justiz im Land Brandenburg?

    Die Bewerbung mit den entsprechenden Bewerbungsunterlagen (vor allem Lebenslauf, Abschlusszeugnisse, staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/Sozialpädagoge und Beurteilungen über bisherige Tätigkeiten im Bereich der Sozialarbeit) ist zu richten:

    An den Präsidenten
    des Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14767 Brandenburg an der Havel.

    Die Bewerbung als Sozialarbeiter/in im Justizvollzug ist direkt an eine der vier brandenburgischen Justizvollzugsanstalten zu richten.

    Was sind die Aufgaben eines Sozialarbeiters/einer Sozialarbeiterin bei den Sozialen Diensten der Justiz?

    Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bei den Sozialen Diensten der Justiz im Land Brandenburg sind als Gerichts- und Bewährungshelfer/innen sowie als Vermittler/innen im Täter-Opfer-Ausgleich tätig.

    Ein/e Bewährungshelfer/in betreut meist über mehrere Jahre straffällige Jugendliche, heranwachsende und erwachsene Menschen, die vom Gericht eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheits- bzw. Restfreiheitsstrafe erhalten haben. Im Rahmen einer beruflichen, vertrauensvollen Beziehung versucht er/sie der Probandin und Probanden zu einem straffreien Leben zu verhelfen. Dem Gericht hat er/sie in regelmäßigen Abständen über die Lebensführung der Probandin bzw. des Probanden zu berichten. Dabei ist auch mitzuteilen, ob die Probandin/der Proband die erteilten Weisungen und Auflagen erfüllt hat.

    Die Vermittlerin/der Vermittler im Täter-Opfer-Ausgleich bietet Geschädigten und Beschuldigten die Möglichkeit, den Konflikt, der zur Straftat geführt hat oder der durch sie entstanden ist, in einem gemeinsamen Gespräch, das sie/er als ausgebildeter Mediator/in moderiert, zu erörtern und zu regeln. Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft der/des Geschädigten und der/des Beschuldigten, einen Ausgleich herbeizuführen. Das Ergebnis des Täter-Opfer-Ausgleichs ist häufig eine Vereinbarung über die Zahlung eines Schmerzensgeldes, eines Schadenersatzes oder die Erbringung einer Arbeitsleistung. Die Wiedergutmachung kann sich aber auch auf eine mündliche oder schriftliche Entschuldigung beschränken. Nach erfolgreich durchgeführtem Täter-Opfer-Ausgleich stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren in der Regel ein.

    Als Gerichtshelfer/in ist der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin der Sozialen Dienste in der Hauptsache damit befasst, bei Verurteilten, die ihre Geldstrafe nicht bezahlt haben, die Möglichkeit von Ratenzahlungen oder der Leistung unentgeltlicher und gemeinnütziger Arbeit zu prüfen, damit die drohende Ersatzfreiheitsstrafe nicht vollstreckt werden muss. Gegebenenfalls vermittelt er/sie den Verurteilten in geeignete Einrichtungen und überwacht die Ableistung der versprochenen Ratenzahlung oder gemeinnützigen Arbeit.

    Im Bereich der Haftvermeidungshilfe prüft der oder die Gerichtshelfer/in, ob Umstände vorliegen, die eine Vermeidung, Aufhebung oder Verkürzung der Untersuchungshaft rechtfertigen. Über das Ergebnis dieser Prüfung berichtet er/sie der Staatsanwaltschaft bzw. dem Gericht.

    Im Ermittlungsverfahren erarbeitet er/sie - je nach Auftrag der Staatsanwaltschaft - einen Bericht, der Auskunft über die Entwicklung, die wirtschaftlichen, sozialen und familiären Verhältnisse der/des Beschuldigten gibt. Die Ergebnisse seiner/ihrer Nachforschungen können für die später vom Gericht verhängte Sanktion von Bedeutung sein.

    Sozialarbeit im Justizvollzug ist eine Form der professionellen Hilfe, die darauf abzielt, dem/der Inhaftierten während seiner/ihrer Inhaftierung psychosoziale Beratung und Begleitung zu bieten. Ziel ist, dass der/die Inhaftierte seinen/ihren Alltag vom Tag der Entlassung an selbständig und in sozialer Verantwortung gestalten kann.

    Sozialarbeit im Justizvollzug umfasst folgende Schwerpunkte:

    • Führung des Zugangsgesprächs
    • Erstellung einer Sozialanamnese
    • Stellungnahmen zur Vollzugsplanung und Vollzugsplanfortschreibung
    • Stellungnahmen zur vorzeitigen Entlassung
    • Schuldnerberatung
    • Suchtberatung
    • Gespräche mit dem/der Inhaftierten über seine/ihre Straftat/Straffälligkeit, seine/ihre Persönlichkeitsdefizite und seine/ihre sozialen Kompetenzen
    • Angehörigenkontakte
    • Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Institutionen
    • Entlassungsvorbereitung

    Wer kann Sozialarbeiter/in bei den Sozialen Diensten der Justiz im Land Brandenburg werden?

    Voraussetzung ist entweder ein erfolgreich absolviertes Studium an einer Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik sowie die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/in bzw. Sozialpädagoge/Sozialpädagogin oder der erfolgreiche Abschluss der Fachrichtung Soziale Arbeit Bachelor of Arts (B.A.) mit staatlicher Anerkennung.

    Wie bewirbt man sich als Sozialarbeiter/in bei den Sozialen Diensten der Justiz im Land Brandenburg?

    Die Bewerbung mit den entsprechenden Bewerbungsunterlagen (vor allem Lebenslauf, Abschlusszeugnisse, staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/Sozialpädagoge und Beurteilungen über bisherige Tätigkeiten im Bereich der Sozialarbeit) ist zu richten:

    An den Präsidenten
    des Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14767 Brandenburg an der Havel.

    Die Bewerbung als Sozialarbeiter/in im Justizvollzug ist direkt an eine der vier brandenburgischen Justizvollzugsanstalten zu richten.

  • Gerichtsvollzieherinnen/Gerichtsvollzieher

    Gerichtsvollzieher/innen sind Justizbeamt/e/innen, die mit Zustellungen, Ladungen und Vollstreckungen betraut sind.

    Tätigkeitsprofil

    Die Durchsetzung von vollstreckbaren Titeln wie gerichtlichen Entscheidungen oder notariellen Urkunden obliegt in der Bundesrepublik Deutschland ausschließlich staatlichen Organen. Im Bereich der Zwangsvollstreckung wird diese Aufgabe von Gerichtsvollzieher/n/innen wahrgenommen. Im Wesentlichen erfolgt durch sie die Pfändung und Verwertung von beweglichen Sachen der Schuldner/innen. Die Verwertung gepfändeter Gegenstände kann durch öffentliche Versteigerung vor Ort oder im Internet über das Portal „Justiz-Auktion“ erfolgen.
    Gerichtsvollzieher/innen sind für die Abnahme der Vermögensauskunft (früher: Abgabe der eidesstattlichen Versicherung oder Offenbarungseid) zuständig. Sie treffen die Entscheidung, ob der/die Schuldner/in in das öffentlich geführte Schuldnerverzeichnis einzutragen ist. Außerdem können sie im Auftrag des/der Gläubiger/s/in Ermittlungen über Schuldner/innen durch Anfragen beim Kraftfahrtbundesamt, dem Bundeszentralamt für Steuern und den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung etc. vornehmen. Kommen Schuldner/innen ihrer Pflicht zur Abgabe der Vermögensauskunft nicht nach, können Gerichtsvollzieher/innen auf der Grundlage eines richterlichen Haftbefehls die Verhaftung und Einlieferung des/der Schuldner/s/in in die dafür zuständige Justizvollzugsanstalt vornehmen.
    Darüber hinaus stellen Gerichtsvollzieher/innen gerichtliche oder außergerichtliche Schriftstücke förmlich zu. Sie nehmen die Räumung von Wohn- oder Geschäftsräumen vor, vollziehen einstweilige Verfügungen sowie gerichtliche Anordnungen in Familiensachen und nehmen Wechsel- und Scheckproteste auf.

    Berufsumfeld

    Wichtiger Bestandteil des Gerichtsvollzieheramtes ist der Außendienst, da die Schuldner/innen zur Durchführung der Vollstreckung in ihren Privat- oder Geschäftsräumen aufgesucht werden. Gerichtsvollzieher/innen regeln ihren Geschäftsbetrieb grundsätzlich selbst. Bei der Organisation dieses Geschäftsbetriebs sind sie frei. Sie sind allerdings verpflichtet, auf eigene Kosten Geschäftsräume zu unterhalten und Büroangestellte zu beschäftigen. Für die Unterhaltung des Geschäftsbetriebs wird ihnen ein Anteil an den Gebühren überlassen, die nach Bundesrecht (GVKostG) für jeden Auftrag zu erheben sind.

    Ausbildung

    Gerichtsvollzieher/innen sind Beamt/e/innen des mittleren Justizdienstes, die eine zusätzliche Ausbildung von 20 Monaten durchlaufen und eine Gerichtsvollzieherprüfung abgelegt haben. Die Ausbildung, die am 1. Juli eines Jahres beginnt, unterteilt sich gegenwärtig in fünf Ausbildungsabschnitte, darunter drei fachtheoretische Lehrgänge von zwei, vier und drei Monaten Dauer sowie zwei fachpraktische Ausbildungsabschnitte von sechs und fünf Monaten Dauer. Der fachtheoretische Lehrgang wird in Kooperation mit mehreren anderen Bundesländern im Ausbildungszentrum der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen – Nebenstelle Monschau, die fachpraktische Ausbildung bei den Gerichtsvollzieher/n/innen im Land Brandenburg absolviert. Während der Ausbildung wird die bisherige Besoldung weitergezahlt. Bewerber/innen, die noch nicht Beamt/e/innen und nicht im Landesdienst beschäftigt sind, erhalten einen Arbeitsvertrag zum Zwecke der Ausbildung. Sie nehmen vor dem Beginn der eigentlichen Ausbildung ab dem 1. Januar eines jeden Jahres an einem Einführungslehrgang von sechs Monaten Dauer teil, so dass die Gesamtausbildungszeit 26 Monate beträgt. Während der Ausbildung erhalten sie ein außertarifliches monatliches Bruttoentgelt, das der Höhe nach dem Bruttogehalt der Entgeltgruppe 5, Stufe 2 TV-L, entspricht.

    Sobald Ausbildungsplätze für den Gerichtsvollzieherdienst ausgeschrieben werden, finden Sie nähere Informationen dazu sowie zu den zu erfüllenden Einstellungsvoraussetzungen auf der Internetpräsenz des Brandenburgischen Oberlandesgerichts

    Prüfung

    Im Anschluss an den dritten fachtheoretischen Lehrgang am Ende der Ausbildung muss die/der Auszubildende durch eine Prüfung nachweisen, ob sie/er nach Fähigkeiten, Kenntnissen, Leistungen und Persönlichkeit für den Gerichtsvollzieherdienst geeignet ist. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

    Gerichtsvollzieher/innen sind Justizbeamt/e/innen, die mit Zustellungen, Ladungen und Vollstreckungen betraut sind.

    Tätigkeitsprofil

    Die Durchsetzung von vollstreckbaren Titeln wie gerichtlichen Entscheidungen oder notariellen Urkunden obliegt in der Bundesrepublik Deutschland ausschließlich staatlichen Organen. Im Bereich der Zwangsvollstreckung wird diese Aufgabe von Gerichtsvollzieher/n/innen wahrgenommen. Im Wesentlichen erfolgt durch sie die Pfändung und Verwertung von beweglichen Sachen der Schuldner/innen. Die Verwertung gepfändeter Gegenstände kann durch öffentliche Versteigerung vor Ort oder im Internet über das Portal „Justiz-Auktion“ erfolgen.
    Gerichtsvollzieher/innen sind für die Abnahme der Vermögensauskunft (früher: Abgabe der eidesstattlichen Versicherung oder Offenbarungseid) zuständig. Sie treffen die Entscheidung, ob der/die Schuldner/in in das öffentlich geführte Schuldnerverzeichnis einzutragen ist. Außerdem können sie im Auftrag des/der Gläubiger/s/in Ermittlungen über Schuldner/innen durch Anfragen beim Kraftfahrtbundesamt, dem Bundeszentralamt für Steuern und den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung etc. vornehmen. Kommen Schuldner/innen ihrer Pflicht zur Abgabe der Vermögensauskunft nicht nach, können Gerichtsvollzieher/innen auf der Grundlage eines richterlichen Haftbefehls die Verhaftung und Einlieferung des/der Schuldner/s/in in die dafür zuständige Justizvollzugsanstalt vornehmen.
    Darüber hinaus stellen Gerichtsvollzieher/innen gerichtliche oder außergerichtliche Schriftstücke förmlich zu. Sie nehmen die Räumung von Wohn- oder Geschäftsräumen vor, vollziehen einstweilige Verfügungen sowie gerichtliche Anordnungen in Familiensachen und nehmen Wechsel- und Scheckproteste auf.

    Berufsumfeld

    Wichtiger Bestandteil des Gerichtsvollzieheramtes ist der Außendienst, da die Schuldner/innen zur Durchführung der Vollstreckung in ihren Privat- oder Geschäftsräumen aufgesucht werden. Gerichtsvollzieher/innen regeln ihren Geschäftsbetrieb grundsätzlich selbst. Bei der Organisation dieses Geschäftsbetriebs sind sie frei. Sie sind allerdings verpflichtet, auf eigene Kosten Geschäftsräume zu unterhalten und Büroangestellte zu beschäftigen. Für die Unterhaltung des Geschäftsbetriebs wird ihnen ein Anteil an den Gebühren überlassen, die nach Bundesrecht (GVKostG) für jeden Auftrag zu erheben sind.

    Ausbildung

    Gerichtsvollzieher/innen sind Beamt/e/innen des mittleren Justizdienstes, die eine zusätzliche Ausbildung von 20 Monaten durchlaufen und eine Gerichtsvollzieherprüfung abgelegt haben. Die Ausbildung, die am 1. Juli eines Jahres beginnt, unterteilt sich gegenwärtig in fünf Ausbildungsabschnitte, darunter drei fachtheoretische Lehrgänge von zwei, vier und drei Monaten Dauer sowie zwei fachpraktische Ausbildungsabschnitte von sechs und fünf Monaten Dauer. Der fachtheoretische Lehrgang wird in Kooperation mit mehreren anderen Bundesländern im Ausbildungszentrum der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen – Nebenstelle Monschau, die fachpraktische Ausbildung bei den Gerichtsvollzieher/n/innen im Land Brandenburg absolviert. Während der Ausbildung wird die bisherige Besoldung weitergezahlt. Bewerber/innen, die noch nicht Beamt/e/innen und nicht im Landesdienst beschäftigt sind, erhalten einen Arbeitsvertrag zum Zwecke der Ausbildung. Sie nehmen vor dem Beginn der eigentlichen Ausbildung ab dem 1. Januar eines jeden Jahres an einem Einführungslehrgang von sechs Monaten Dauer teil, so dass die Gesamtausbildungszeit 26 Monate beträgt. Während der Ausbildung erhalten sie ein außertarifliches monatliches Bruttoentgelt, das der Höhe nach dem Bruttogehalt der Entgeltgruppe 5, Stufe 2 TV-L, entspricht.

    Sobald Ausbildungsplätze für den Gerichtsvollzieherdienst ausgeschrieben werden, finden Sie nähere Informationen dazu sowie zu den zu erfüllenden Einstellungsvoraussetzungen auf der Internetpräsenz des Brandenburgischen Oberlandesgerichts

    Prüfung

    Im Anschluss an den dritten fachtheoretischen Lehrgang am Ende der Ausbildung muss die/der Auszubildende durch eine Prüfung nachweisen, ob sie/er nach Fähigkeiten, Kenntnissen, Leistungen und Persönlichkeit für den Gerichtsvollzieherdienst geeignet ist. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

  • Justizfachangestellte/Justizfachangstellter

    Hier finden Sie den Steckbrief einer Justizfachangestellten.

    Seit 1998 werden in Brandenburg Justizfachangestellte ausgebildet, deren Arbeitsfelder weitgehend denen der Beamtinnen und Beamten des mittleren Justizdienstes entsprechen. 

    Welche Aufgaben hat die/der Justizfachangestellte?  

    Sie nehmen büroorganisatorische, verwaltende und rechtsanwendende Aufgaben wahr und sind überwiegend in Serviceeinheiten, d. h. in enger Zusammenarbeit mit Richterinnen und Richtern sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern, in den Fachgebieten Strafprozess, Zivilprozess, Zwangsvollstreckung, Insolvenzen, Ehe- und Familiensachen, Grundbuch, Nachlass, Register, Vormundschaft und Betreuungen bzw. in verwaltungs- oder sozialgerichtlichen Verfahren tätig.

    Justizfachangestellte sind darüber hinaus auch Ansprechpartner/innen für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger und berücksichtigen deren besondere Situation und Interessen.

    Zu ihren Aufgaben, die sie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken durchführen, gehören u. a. folgende Tätigkeiten:

    • Bearbeitung von Postein und -ausgängen
    • Berechnen, vermerken und überwachen von Fristen
    • Erteilen von Auskünften
    • Anordnung von Zustellungen und Ladungen
    • Fertigung von Schriftstücken
    • Aufnahme von Anträgen, Rechtsmitteln, Rechtsbehelfen und Erklärungen
    • Verwaltung der gerichtlichen Zahlstelle und Protokollführung bei Gerichtsverhandlungen

    Der Zuständigkeitsbereich der Justizfachangestellten in der Serviceeinheit umfasst daneben auch Tätigkeiten, die weitreichende eigene Entscheidungen und eine selbstständige Sachbearbeitung erfordern, wie z. B. die

    • Erteilung von vollstreckbaren Ausfertigungen von Urteilen und gerichtlichen Vergleichen
    • Berechnung und Festsetzung der Vergütung für Zeugen und Sachverständige
    • Berechnung von Reisekosten sowie
    • Berechnung von Gerichtskosten

    Diese Aufzählung der Aufgaben ist nicht vollständig. Sie macht aber deutlich, dass die Justizfachangestellten eine wichtige Kontaktstelle zwischen Bürger und Justiz darstellen. Von ihrem Geschick hängt es in vielen Fällen ab, ob die Justiz ihre Aufgaben erfüllen kann und die Bevölkerung, wenn sie mit der Justiz zu tun hat, in ihren berechtigten Erwartungen nicht enttäuscht wird. 

    Der Beruf erfordert deshalb neben vielseitigen Fachkenntnissen auch Kooperations- und Kommunikationsbereitschaft, Sorgfalt und ein gutes Einfühlungsvermögen.

    Wie werde ich Justizfachangestellte/Justizfachangestellter?

    a) Ausbildung

    Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt am 1. September eines jeden Jahres.

    Die Ausbildung findet im dualen System, das heißt an der Berufsschule und an den Ausbildungsgerichten, statt.

    Ausbildungsgerichte:

    • Amtsgericht Brandenburg an der Havel
    • Amtsgericht Cottbus
    • Amtsgericht Fürstenwalde/Spree
    • Amtsgericht Neuruppin

    Während der dreijährigen Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden sämtliche Abteilungen des Amtsgerichts sowie einige Abschnitte bei der Staatsanwaltschaft und dem Landgericht. Neben der fachspezifischen Ausbildung am Arbeitsplatz werden im Verlauf der Ausbildung auch die Kenntnisse in der Datenverarbeitung vertieft und die Schreibfertigkeiten geschult.

    Die Auszubildenden nehmen an dem praxisbegleitenden Unterricht der Justizverwaltung teil und besuchen regelmäßig die Berufsschule im Oberstufenzentrum „Alfred Flakowski“ in Brandenburg an der Havel.

    In jedem Ausbildungsgericht stehen Ausbilder oder Ausbilderinnen als Ansprechpartner zur Verfügung, die den Ablauf der dreijährigen Ausbildung koordinieren.

    b) Prüfungen

    Nach spätestens 18 Monaten findet eine schriftliche Zwischenprüfung statt, die Auskunft darüber geben soll, ob der zum Zeitpunkt der Zwischenprüfung vorgesehene Ausbildungsstand erreicht ist.

    Gegen Ende der Ausbildung ist die Abschlussprüfung abzulegen. 

    Sie wird schriftlich in den Fächern:

    • Gerichtliche Verfahrensabläufe,
    • Büroorganisation,
    • Wirtschafts- und Sozialkunde

    und praktisch in den Fächern:

    • Textverarbeitung und
    • Fallbezogene Rechtsanwendung (Prüfungsgespräch)

    durchgeführt.

    Ein Anspruch auf Übernahme nach bestandener Prüfung besteht nicht.

    Welche Einsatzmöglichkeiten bestehen nach Beendigung der Ausbildung?

    Nach erfolgreicher Prüfung können die Auszubildenden als Justizfachangestellte eingestellt und in den Serviceeinheiten der Gerichte und Staatsanwaltschaften eingesetzt werden. Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und ist im Wesentlichen von der auszuübenden Tätigkeit (Eingruppierung) abhängig.

    Welche Ausbildungsvergütung erhalte ich?

    Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden entsprechend dem Tarifvertrag für Auszubildende der Länder in Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (TVA-L BBiG) in der zurzeit gültigen Fassung

    ein Ausbildungsentgelt ab 01.01.2021

    • im 1. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.036,82 EUR,
    • im 2. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.090,96 EUR und
    • im 3. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.140,61 EUR,
    • monatlich vermögenswirksame Leistungen im Sinne des Vermögensbildungsgesetzes in Höhe von zurzeit 6,65 EUR
    • eine Jahressonderzahlung.

    Welche Einstellungsvoraussetzungen bestehen?

    Die deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft oder ein Aufenthaltstitel, gute Deutsch- und Mathematikkenntnisse, ein mittlerer Schulabschluss sowie Interesse am Beruf sind die wichtigsten Voraussetzungen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation (Schulbildung) und Eignung bevorzugt berücksichtigt.

    Wie bewerbe ich mich?

    Die Bewerbung für den 1. September des jeweiligen Einstellungsjahres kann in der Zeit von September bis zum 31. Dezember des Vorjahres per Post an den

    Präsidenten des Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Dezernat 10
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14767 Brandenburg an der Havel

    oder online über das

    Bewerbungsformular für die Ausbildung zur/zum Justizfachangestellten

    Weitere Informationen zu den notwendigen Bewerbungsunterlagen erhalten Sie hier.

    Hier finden Sie den Steckbrief einer Justizfachangestellten.

    Seit 1998 werden in Brandenburg Justizfachangestellte ausgebildet, deren Arbeitsfelder weitgehend denen der Beamtinnen und Beamten des mittleren Justizdienstes entsprechen. 

    Welche Aufgaben hat die/der Justizfachangestellte?  

    Sie nehmen büroorganisatorische, verwaltende und rechtsanwendende Aufgaben wahr und sind überwiegend in Serviceeinheiten, d. h. in enger Zusammenarbeit mit Richterinnen und Richtern sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern, in den Fachgebieten Strafprozess, Zivilprozess, Zwangsvollstreckung, Insolvenzen, Ehe- und Familiensachen, Grundbuch, Nachlass, Register, Vormundschaft und Betreuungen bzw. in verwaltungs- oder sozialgerichtlichen Verfahren tätig.

    Justizfachangestellte sind darüber hinaus auch Ansprechpartner/innen für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger und berücksichtigen deren besondere Situation und Interessen.

    Zu ihren Aufgaben, die sie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken durchführen, gehören u. a. folgende Tätigkeiten:

    • Bearbeitung von Postein und -ausgängen
    • Berechnen, vermerken und überwachen von Fristen
    • Erteilen von Auskünften
    • Anordnung von Zustellungen und Ladungen
    • Fertigung von Schriftstücken
    • Aufnahme von Anträgen, Rechtsmitteln, Rechtsbehelfen und Erklärungen
    • Verwaltung der gerichtlichen Zahlstelle und Protokollführung bei Gerichtsverhandlungen

    Der Zuständigkeitsbereich der Justizfachangestellten in der Serviceeinheit umfasst daneben auch Tätigkeiten, die weitreichende eigene Entscheidungen und eine selbstständige Sachbearbeitung erfordern, wie z. B. die

    • Erteilung von vollstreckbaren Ausfertigungen von Urteilen und gerichtlichen Vergleichen
    • Berechnung und Festsetzung der Vergütung für Zeugen und Sachverständige
    • Berechnung von Reisekosten sowie
    • Berechnung von Gerichtskosten

    Diese Aufzählung der Aufgaben ist nicht vollständig. Sie macht aber deutlich, dass die Justizfachangestellten eine wichtige Kontaktstelle zwischen Bürger und Justiz darstellen. Von ihrem Geschick hängt es in vielen Fällen ab, ob die Justiz ihre Aufgaben erfüllen kann und die Bevölkerung, wenn sie mit der Justiz zu tun hat, in ihren berechtigten Erwartungen nicht enttäuscht wird. 

    Der Beruf erfordert deshalb neben vielseitigen Fachkenntnissen auch Kooperations- und Kommunikationsbereitschaft, Sorgfalt und ein gutes Einfühlungsvermögen.

    Wie werde ich Justizfachangestellte/Justizfachangestellter?

    a) Ausbildung

    Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt am 1. September eines jeden Jahres.

    Die Ausbildung findet im dualen System, das heißt an der Berufsschule und an den Ausbildungsgerichten, statt.

    Ausbildungsgerichte:

    • Amtsgericht Brandenburg an der Havel
    • Amtsgericht Cottbus
    • Amtsgericht Fürstenwalde/Spree
    • Amtsgericht Neuruppin

    Während der dreijährigen Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden sämtliche Abteilungen des Amtsgerichts sowie einige Abschnitte bei der Staatsanwaltschaft und dem Landgericht. Neben der fachspezifischen Ausbildung am Arbeitsplatz werden im Verlauf der Ausbildung auch die Kenntnisse in der Datenverarbeitung vertieft und die Schreibfertigkeiten geschult.

    Die Auszubildenden nehmen an dem praxisbegleitenden Unterricht der Justizverwaltung teil und besuchen regelmäßig die Berufsschule im Oberstufenzentrum „Alfred Flakowski“ in Brandenburg an der Havel.

    In jedem Ausbildungsgericht stehen Ausbilder oder Ausbilderinnen als Ansprechpartner zur Verfügung, die den Ablauf der dreijährigen Ausbildung koordinieren.

    b) Prüfungen

    Nach spätestens 18 Monaten findet eine schriftliche Zwischenprüfung statt, die Auskunft darüber geben soll, ob der zum Zeitpunkt der Zwischenprüfung vorgesehene Ausbildungsstand erreicht ist.

    Gegen Ende der Ausbildung ist die Abschlussprüfung abzulegen. 

    Sie wird schriftlich in den Fächern:

    • Gerichtliche Verfahrensabläufe,
    • Büroorganisation,
    • Wirtschafts- und Sozialkunde

    und praktisch in den Fächern:

    • Textverarbeitung und
    • Fallbezogene Rechtsanwendung (Prüfungsgespräch)

    durchgeführt.

    Ein Anspruch auf Übernahme nach bestandener Prüfung besteht nicht.

    Welche Einsatzmöglichkeiten bestehen nach Beendigung der Ausbildung?

    Nach erfolgreicher Prüfung können die Auszubildenden als Justizfachangestellte eingestellt und in den Serviceeinheiten der Gerichte und Staatsanwaltschaften eingesetzt werden. Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und ist im Wesentlichen von der auszuübenden Tätigkeit (Eingruppierung) abhängig.

    Welche Ausbildungsvergütung erhalte ich?

    Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden entsprechend dem Tarifvertrag für Auszubildende der Länder in Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (TVA-L BBiG) in der zurzeit gültigen Fassung

    ein Ausbildungsentgelt ab 01.01.2021

    • im 1. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.036,82 EUR,
    • im 2. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.090,96 EUR und
    • im 3. Ausbildungsjahr in Höhe von 1.140,61 EUR,
    • monatlich vermögenswirksame Leistungen im Sinne des Vermögensbildungsgesetzes in Höhe von zurzeit 6,65 EUR
    • eine Jahressonderzahlung.

    Welche Einstellungsvoraussetzungen bestehen?

    Die deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft oder ein Aufenthaltstitel, gute Deutsch- und Mathematikkenntnisse, ein mittlerer Schulabschluss sowie Interesse am Beruf sind die wichtigsten Voraussetzungen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation (Schulbildung) und Eignung bevorzugt berücksichtigt.

    Wie bewerbe ich mich?

    Die Bewerbung für den 1. September des jeweiligen Einstellungsjahres kann in der Zeit von September bis zum 31. Dezember des Vorjahres per Post an den

    Präsidenten des Brandenburgischen Oberlandesgerichts
    Dezernat 10
    Gertrud-Piter-Platz 11
    14767 Brandenburg an der Havel

    oder online über das

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    Weitere Informationen zu den notwendigen Bewerbungsunterlagen erhalten Sie hier.

  • Justizwachmeisterin/Justizwachmeister

    Welche Aufgaben haben die Justizwachtmeisterin und der Justizwachtmeister?  

    Das Tätigkeitsfeld beinhaltet drei Aufgabengebiete:

    • den Sitzungs-, Vorführ-, Sicherheits- und Ordnungsdienst,
    • den Außendienst sowie
    • den Innendienst.

    Der Sitzungs-, Vorführ-, Sicherheits- und Ordnungsdienst umfasst die Vorführung von Gefangenen zu Terminen und Sitzungen sowie die zwangsweise Vorführung anderer Personen. Außerdem übernimmt der/die Justizwachtmeister/in die Bewachung von vorgeführten, in Haft genommenen oder auf besondere Anordnung zu beaufsichtigenden Personen innerhalb der Justizgebäude. Schließlich sorgt er/sie für die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit in den Gebäuden der Gerichte und Staatsanwaltschaften.

    Zum Außendienst gehören die Aushändigung und Zustellung von Schriftstücken, die Einziehung von Erkundigungen, die mündliche Übermittlung dienstlicher Mitteilungen, die Erledigung von Dienstgängen sowie das Abholen und Weiterbefördern von Geldern, Wertsachen und Postsendungen.

    Der Innendienst umfasst insbesondere die Besorgung des gesamten Post- und Aktenverkehrs, den Auskunftsdienst an den Eingängen der Dienstgebäude, den Fernsprechvermittlungsdienst, die Herstellung von Vervielfältigungen sowie die Besorgung von Hausdienstgeschäften. 

    Wie werde ich Justizwachtmeisterin oder Justizwachtmeister?

    Voraussetzung für die Einstellung sind die Berufsbildungsreife, der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsweg. Darüber hinaus müssen die Bewerber/innen über einen anerkannten Berufsabschluss in einem handwerklichen Beruf verfügen. Die Einstellung selbst erfolgt als Tarifbeschäftigte/r, wobei sich die Vergütung nach dem Tarifvertrag der Länder richtet. 

    Kann ich als Justizwachtmeisterin oder Justizwachtmeister verbeamtet werden?

    Eine Verbeamtung ist grundsätzlich möglich, wenn die persönlichen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Darüber hinaus muss eine Ausbildung von sechs Monaten (Vorbereitungsdienst) absolviert werden. Der Vorbereitungsdienst besteht aus einem vierwöchigen fachtheoretischen Lehrgang in der Justizakademie des Landes Brandenburg in Königs Wusterhausen und aus jeweils einmonatigen Praktika bei einer Justizvollzugsanstalt, einer Staatsanwaltschaft sowie bei Land- und Amtsgerichten. 

    Wie bewerbe ich mich?

    Da zunächst die Einstellung als Justizbeschäftigte/r erfolgt, wird das Einstellungsverfahren durch den Gerichtsvorstand des Gerichts, bei dem die Einstellung beabsichtigt ist, durchgeführt. Der Bewerbung ist ein kurzes Bewerbungsschreiben, ein handschriftlicher Lebenslauf, ein Lichtbild, eine Ablichtung des Schulabgangszeugnisses und ein Nachweis der Berufsqualifikation beizufügen. Die Bewerbungen können auch per E-Mail übersandt werden.

    Welche Aufgaben haben die Justizwachtmeisterin und der Justizwachtmeister?  

    Das Tätigkeitsfeld beinhaltet drei Aufgabengebiete:

    • den Sitzungs-, Vorführ-, Sicherheits- und Ordnungsdienst,
    • den Außendienst sowie
    • den Innendienst.

    Der Sitzungs-, Vorführ-, Sicherheits- und Ordnungsdienst umfasst die Vorführung von Gefangenen zu Terminen und Sitzungen sowie die zwangsweise Vorführung anderer Personen. Außerdem übernimmt der/die Justizwachtmeister/in die Bewachung von vorgeführten, in Haft genommenen oder auf besondere Anordnung zu beaufsichtigenden Personen innerhalb der Justizgebäude. Schließlich sorgt er/sie für die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit in den Gebäuden der Gerichte und Staatsanwaltschaften.

    Zum Außendienst gehören die Aushändigung und Zustellung von Schriftstücken, die Einziehung von Erkundigungen, die mündliche Übermittlung dienstlicher Mitteilungen, die Erledigung von Dienstgängen sowie das Abholen und Weiterbefördern von Geldern, Wertsachen und Postsendungen.

    Der Innendienst umfasst insbesondere die Besorgung des gesamten Post- und Aktenverkehrs, den Auskunftsdienst an den Eingängen der Dienstgebäude, den Fernsprechvermittlungsdienst, die Herstellung von Vervielfältigungen sowie die Besorgung von Hausdienstgeschäften. 

    Wie werde ich Justizwachtmeisterin oder Justizwachtmeister?

    Voraussetzung für die Einstellung sind die Berufsbildungsreife, der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsweg. Darüber hinaus müssen die Bewerber/innen über einen anerkannten Berufsabschluss in einem handwerklichen Beruf verfügen. Die Einstellung selbst erfolgt als Tarifbeschäftigte/r, wobei sich die Vergütung nach dem Tarifvertrag der Länder richtet. 

    Kann ich als Justizwachtmeisterin oder Justizwachtmeister verbeamtet werden?

    Eine Verbeamtung ist grundsätzlich möglich, wenn die persönlichen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Darüber hinaus muss eine Ausbildung von sechs Monaten (Vorbereitungsdienst) absolviert werden. Der Vorbereitungsdienst besteht aus einem vierwöchigen fachtheoretischen Lehrgang in der Justizakademie des Landes Brandenburg in Königs Wusterhausen und aus jeweils einmonatigen Praktika bei einer Justizvollzugsanstalt, einer Staatsanwaltschaft sowie bei Land- und Amtsgerichten. 

    Wie bewerbe ich mich?

    Da zunächst die Einstellung als Justizbeschäftigte/r erfolgt, wird das Einstellungsverfahren durch den Gerichtsvorstand des Gerichts, bei dem die Einstellung beabsichtigt ist, durchgeführt. Der Bewerbung ist ein kurzes Bewerbungsschreiben, ein handschriftlicher Lebenslauf, ein Lichtbild, eine Ablichtung des Schulabgangszeugnisses und ein Nachweis der Berufsqualifikation beizufügen. Die Bewerbungen können auch per E-Mail übersandt werden.


  • Gehobener Vollzugs- und Verwaltungsdienst (Diplom-Verwaltungswirt/in)

    Die Beamtinnen und Beamten des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes gehören zu den Führungskräften im mittleren Management einer Justizvollzugseinrichtung. Ihnen obliegt überwiegend die Leitung der einzelnen Vollzugs- und Verwaltungsbereiche, die sie regelmäßig selbstständig und eigenverantwortlich ausüben. Sie sind unmittelbare Führungskräfte und Vorgesetzte der den Abteilungen zugeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des mittleren Dienstes.

    Tätigkeitsbereiche 

    Die Aufgaben des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes sind breit gefächert. Der Einsatz erfolgt insbesondere in folgenden Aufgabengebieten: 

    Im Bereich Personal und Service obliegt Ihnen die Bearbeitung der Personalangelegenheiten aller Bediensteten der Justizvollzugsanstalt.

    Als Leiter/in der Abteilung Haushalt und Beschaffung sind Sie verantwortlich für die Verwaltung der Haushaltsmittel der Justizvollzugsanstalt und sorgen für die Bereitstellung aller erforderlichen Versorgungsgüter und Verbrauchsmittel. Sie sind zuständig für die Versorgung der Gefangenen und die Bewirtschaftung der Anstalt, schreiben Beschaffungen oder Dienstleistungen aus, organisieren die Versorgungsabläufe und führen das Ihnen zugeordnete Personal. 

    Im Bereich Arbeit und Versorgung sorgen Sie für die Beschäftigung der Gefangenen und wirken bei der Planung und Entwicklung von beruflichen und arbeitstherapeutischen Maßnahmen mit. Sie akquirieren Aufträge und beschaffen Maschinen und Geräte. Sie sind Vorgesetzte/r des Personals in den Arbeits- und Versorgungsbetrieben. 

    Die Leitung der Bauverwaltung organisiert und veranlasst alle Baumaßnahmen in der Vollzugsanstalt. Sie sind Bindeglied zwischen der Anstaltsleitung und den Bauausführenden. Sie wirken bei der Planung mit, koordinieren Projekte und Bauphasen, regeln Sicherheitsbelange und sind Ansprechpartner/in für alle am Bau Beteiligten. 

    Als Leiter/in Sicherheit und Ordnung sind Sie zuständig für die Entwicklung, Umsetzung und Fortschreibung der Sicherheitskonzeption der jeweiligen Justizvollzugsanstalt. Sie sind für die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung in den Justizvollzugsanstalten verantwortlich und treffen die hierfür erforderlichen Maßnahmen in enger Absprache mit der Anstaltsleitung. 

    Als Vollzugsabteilungsleiter/in sind Sie verantwortlich für die Organisation einer Vollzugsabteilung mit ca. 80 Gefangenen, deren Behandlung, Versorgung und Beaufsichtigung sowie die Sicherheit und Ordnung im Bereich. In dieser Funktion sind Sie u. a. zuständig für die Erstellung und Fortschreibung der Vollzugs- und Eingliederungsplanung für die einzelnen Gefangenen (Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen der Gefangenen, Arbeitsplatzzuweisung, Freizeitmaßnahmen). Sie treffen die Entscheidung über Verlegung von Gefangenen und die Genehmigung von vollzugsöffnenden Maßnahmen. Sie sind verantwortlich für Stellungnahmen zu Gnadenverfahren und zur Aussetzung von Strafresten.

    Wie werde ich Beamtin oder Beamter des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes? 

    Die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes bei den Justizvollzugsanstalten des Landes Brandenburg wird durch Ableistung eines Vorbereitungsdienstes und das Bestehen einer Laufbahnprüfung erworben. Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf als „Regierungsinspektoranwärterin“ oder „Regierungsinspektoranwärter“. 

    Der Vorbereitungsdienst dauert in der Regel drei Jahre und besteht aus fachwissenschaftlichen und fachpraktischen Studienzeiten von jeweils 18 Monaten. 

    Die fachwissenschaftlichen Studienzeiten werden an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel im Studiengang Strafvollzug abgeleistet. Die fachpraktischen Studienzeiten finden an mindestens zwei verschiedenen Justizvollzugsanstalten des Landes Brandenburg statt.

    Ausbildungsinhalte des Studiums sind insbesondere

    • Vollzugsrecht,
    • Betriebswirtschaftslehre,
    • Vollzugsverwaltungsrecht,
    • Kriminologie und Psychologie,
    • Haushaltsrecht,
    • Beamten- und Tarifrecht und
    • Staats- und Verwaltungsrecht.

    Der Studiengang endet mit einer schriftlichen und mündlichen Laufbahnprüfung und dem Fachhochschulabschluss  „Diplom-Verwaltungswirt/in".

    Einstellungsvoraussetzungen 

    In den Vorbereitungsdienst kann eingestellt werden, wer die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt:

    • Sie sind Deutsche/r im Sinne des Art. 116 GG oder besitzen die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union;
    • Sie bieten die Gewähr dafür, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten,
    • Sie haben am Einstellungstag das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet (gilt nicht für Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheines und in den Fällen des § 7 Absatz 2 des Soldatenversorgungsgesetzes);
    • Sie sind grundsätzlich nicht vorbestraft und es ist kein gerichtliches Straf- bzw. Ermittlungsverfahren gegen Sie anhängig,
    • Sie leben in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen,
    • Sie besitzen eine zum Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand,
    • Sie erscheinen nach einem Eignungsfeststellungsverfahren aufgrund von Kenntnissen, Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften  für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes im Land Brandenburg geeignet,
    • Sie haben die gesundheitliche Eignung durch ein amtsärztliches Gutachten nachgewiesen. 

    Bewerbungs- und Eignungsfeststellungsverfahren

    Vor der Entscheidung über die Zulassung zur Ausbildung wird in einem Eignungsfeststellungsverfahren festgestellt, ob die Bewerberinnen und Bewerber aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes im Land Brandenburg geeignet sind. 

    Ihre Bewerbung richten Sie bitte an das

    Ministerium der Justiz
    Referat III.1
    Heinrich-Mann-Allee 107
    14473 Potsdam

    und fügen dieser folgende Unterlagen bei: 

    • Lebenslauf,
    • Kopie des  Zeugnisses über den Erwerb der Fachhochschulreife oder eines gleichwertigen Bildungsstandes sowie sonstiger Schulabschlusszeugnisse,
    • Nachweise über etwaige berufliche Tätigkeiten und Prüfungen seit der Beendigung des Schulverhältnisses und
    • bei Minderjährigen die Einwilligung der gesetzlichen Vertretung. 

    Einstellungen erfolgen jeweils zum 1. August eines Kalenderjahres. Für das Jahr 2021 sind mindestens zwei Ausbildungslehrgänge vorgesehen. 

    Die Unterlagen von Bewerberinnen und Bewerbern, deren Einstellung in Aussicht genommen ist, werden vor der Einstellung der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel zur Feststellung der Zugangsvoraussetzungen als ordentliche Studierende zugeleitet.

    Besoldung und Beförderungsmöglichkeiten

    Während Ihrer Ausbildung erhalten Sie als Regierungsinspektoranwärter/in Anwärterbezüge.

    Für weitere Informationen steht Ihnen die Internetseite der Zentralen Bezügestelle des Landes Brandenburg mit Bezügerechner eines externen Anbieters zur Verfügung. 

    Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist bei persönlicher Eignung eine Einstellung als Regierungsinspektor/in (Besoldungsgruppe A 9) im Beamtenverhältnis auf Probe vorgesehen.

    Nachdem Sie sich im Anschluss an den Vorbereitungsdienst in einer dreijährigen Probezeit bewährt haben, erfolgt die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.

    In der Laufbahn des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes gibt es fünf Besoldungsgruppen:

    Regierungsinspektor/in
    Besoldungsgruppe A 9

    Regierungsoberinspektor/in
    Besoldungsgruppe A 10

    Regierungsamtfrau/Regierungsamtmann
    Besoldungsgruppe A 11

    Regierungsamtsrätin/Regierungsamtsrat
    Besoldungsgruppe A 12 

    Regierungsoberamtsrätin/Regierungsoberamtsrat
    Besoldungsgruppe A 13 

    Wo kann ich mich informieren? 

    Für weitere Fragen stehen Ihnen in der Fachabteilung des Ministeriums Frau Ehlers (0331 866-3312) und Frau Sander (0331 866-3311) gern zur Verfügung.

    Die Beamtinnen und Beamten des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes gehören zu den Führungskräften im mittleren Management einer Justizvollzugseinrichtung. Ihnen obliegt überwiegend die Leitung der einzelnen Vollzugs- und Verwaltungsbereiche, die sie regelmäßig selbstständig und eigenverantwortlich ausüben. Sie sind unmittelbare Führungskräfte und Vorgesetzte der den Abteilungen zugeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des mittleren Dienstes.

    Tätigkeitsbereiche 

    Die Aufgaben des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes sind breit gefächert. Der Einsatz erfolgt insbesondere in folgenden Aufgabengebieten: 

    Im Bereich Personal und Service obliegt Ihnen die Bearbeitung der Personalangelegenheiten aller Bediensteten der Justizvollzugsanstalt.

    Als Leiter/in der Abteilung Haushalt und Beschaffung sind Sie verantwortlich für die Verwaltung der Haushaltsmittel der Justizvollzugsanstalt und sorgen für die Bereitstellung aller erforderlichen Versorgungsgüter und Verbrauchsmittel. Sie sind zuständig für die Versorgung der Gefangenen und die Bewirtschaftung der Anstalt, schreiben Beschaffungen oder Dienstleistungen aus, organisieren die Versorgungsabläufe und führen das Ihnen zugeordnete Personal. 

    Im Bereich Arbeit und Versorgung sorgen Sie für die Beschäftigung der Gefangenen und wirken bei der Planung und Entwicklung von beruflichen und arbeitstherapeutischen Maßnahmen mit. Sie akquirieren Aufträge und beschaffen Maschinen und Geräte. Sie sind Vorgesetzte/r des Personals in den Arbeits- und Versorgungsbetrieben. 

    Die Leitung der Bauverwaltung organisiert und veranlasst alle Baumaßnahmen in der Vollzugsanstalt. Sie sind Bindeglied zwischen der Anstaltsleitung und den Bauausführenden. Sie wirken bei der Planung mit, koordinieren Projekte und Bauphasen, regeln Sicherheitsbelange und sind Ansprechpartner/in für alle am Bau Beteiligten. 

    Als Leiter/in Sicherheit und Ordnung sind Sie zuständig für die Entwicklung, Umsetzung und Fortschreibung der Sicherheitskonzeption der jeweiligen Justizvollzugsanstalt. Sie sind für die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung in den Justizvollzugsanstalten verantwortlich und treffen die hierfür erforderlichen Maßnahmen in enger Absprache mit der Anstaltsleitung. 

    Als Vollzugsabteilungsleiter/in sind Sie verantwortlich für die Organisation einer Vollzugsabteilung mit ca. 80 Gefangenen, deren Behandlung, Versorgung und Beaufsichtigung sowie die Sicherheit und Ordnung im Bereich. In dieser Funktion sind Sie u. a. zuständig für die Erstellung und Fortschreibung der Vollzugs- und Eingliederungsplanung für die einzelnen Gefangenen (Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen der Gefangenen, Arbeitsplatzzuweisung, Freizeitmaßnahmen). Sie treffen die Entscheidung über Verlegung von Gefangenen und die Genehmigung von vollzugsöffnenden Maßnahmen. Sie sind verantwortlich für Stellungnahmen zu Gnadenverfahren und zur Aussetzung von Strafresten.

    Wie werde ich Beamtin oder Beamter des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes? 

    Die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes bei den Justizvollzugsanstalten des Landes Brandenburg wird durch Ableistung eines Vorbereitungsdienstes und das Bestehen einer Laufbahnprüfung erworben. Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf als „Regierungsinspektoranwärterin“ oder „Regierungsinspektoranwärter“. 

    Der Vorbereitungsdienst dauert in der Regel drei Jahre und besteht aus fachwissenschaftlichen und fachpraktischen Studienzeiten von jeweils 18 Monaten. 

    Die fachwissenschaftlichen Studienzeiten werden an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel im Studiengang Strafvollzug abgeleistet. Die fachpraktischen Studienzeiten finden an mindestens zwei verschiedenen Justizvollzugsanstalten des Landes Brandenburg statt.

    Ausbildungsinhalte des Studiums sind insbesondere

    • Vollzugsrecht,
    • Betriebswirtschaftslehre,
    • Vollzugsverwaltungsrecht,
    • Kriminologie und Psychologie,
    • Haushaltsrecht,
    • Beamten- und Tarifrecht und
    • Staats- und Verwaltungsrecht.

    Der Studiengang endet mit einer schriftlichen und mündlichen Laufbahnprüfung und dem Fachhochschulabschluss  „Diplom-Verwaltungswirt/in".

    Einstellungsvoraussetzungen 

    In den Vorbereitungsdienst kann eingestellt werden, wer die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt:

    • Sie sind Deutsche/r im Sinne des Art. 116 GG oder besitzen die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union;
    • Sie bieten die Gewähr dafür, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten,
    • Sie haben am Einstellungstag das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet (gilt nicht für Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheines und in den Fällen des § 7 Absatz 2 des Soldatenversorgungsgesetzes);
    • Sie sind grundsätzlich nicht vorbestraft und es ist kein gerichtliches Straf- bzw. Ermittlungsverfahren gegen Sie anhängig,
    • Sie leben in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen,
    • Sie besitzen eine zum Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand,
    • Sie erscheinen nach einem Eignungsfeststellungsverfahren aufgrund von Kenntnissen, Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften  für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes im Land Brandenburg geeignet,
    • Sie haben die gesundheitliche Eignung durch ein amtsärztliches Gutachten nachgewiesen. 

    Bewerbungs- und Eignungsfeststellungsverfahren

    Vor der Entscheidung über die Zulassung zur Ausbildung wird in einem Eignungsfeststellungsverfahren festgestellt, ob die Bewerberinnen und Bewerber aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes im Land Brandenburg geeignet sind. 

    Ihre Bewerbung richten Sie bitte an das

    Ministerium der Justiz
    Referat III.1
    Heinrich-Mann-Allee 107
    14473 Potsdam

    und fügen dieser folgende Unterlagen bei: 

    • Lebenslauf,
    • Kopie des  Zeugnisses über den Erwerb der Fachhochschulreife oder eines gleichwertigen Bildungsstandes sowie sonstiger Schulabschlusszeugnisse,
    • Nachweise über etwaige berufliche Tätigkeiten und Prüfungen seit der Beendigung des Schulverhältnisses und
    • bei Minderjährigen die Einwilligung der gesetzlichen Vertretung. 

    Einstellungen erfolgen jeweils zum 1. August eines Kalenderjahres. Für das Jahr 2021 sind mindestens zwei Ausbildungslehrgänge vorgesehen. 

    Die Unterlagen von Bewerberinnen und Bewerbern, deren Einstellung in Aussicht genommen ist, werden vor der Einstellung der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel zur Feststellung der Zugangsvoraussetzungen als ordentliche Studierende zugeleitet.

    Besoldung und Beförderungsmöglichkeiten

    Während Ihrer Ausbildung erhalten Sie als Regierungsinspektoranwärter/in Anwärterbezüge.

    Für weitere Informationen steht Ihnen die Internetseite der Zentralen Bezügestelle des Landes Brandenburg mit Bezügerechner eines externen Anbieters zur Verfügung. 

    Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist bei persönlicher Eignung eine Einstellung als Regierungsinspektor/in (Besoldungsgruppe A 9) im Beamtenverhältnis auf Probe vorgesehen.

    Nachdem Sie sich im Anschluss an den Vorbereitungsdienst in einer dreijährigen Probezeit bewährt haben, erfolgt die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.

    In der Laufbahn des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes gibt es fünf Besoldungsgruppen:

    Regierungsinspektor/in
    Besoldungsgruppe A 9

    Regierungsoberinspektor/in
    Besoldungsgruppe A 10

    Regierungsamtfrau/Regierungsamtmann
    Besoldungsgruppe A 11

    Regierungsamtsrätin/Regierungsamtsrat
    Besoldungsgruppe A 12 

    Regierungsoberamtsrätin/Regierungsoberamtsrat
    Besoldungsgruppe A 13 

    Wo kann ich mich informieren? 

    Für weitere Fragen stehen Ihnen in der Fachabteilung des Ministeriums Frau Ehlers (0331 866-3312) und Frau Sander (0331 866-3311) gern zur Verfügung.

  • Krankenpflegedienst bei den Justizvollzugsanstalten

    Während einer  Inhaftierung ruht nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches V der Leistungsanspruch gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings haben die Gefangenen nach § 74 Brandenburgisches Justizvollzugsgesetz einen Anspruch auf notwendige, ausreichende und zweckmäßige medizinische Leistungen unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und unter Berücksichtigung des allgemeinen Standards der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Auf dieser Grundlage stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenpflegedienstes bei den Justizvollzugsanstalten in Zusammenarbeit mit Vollzugs- und externen Vertragsärzten die medizinische Versorgung der Gefangenen sicher.

    Dies geschieht in besonderen Bereichen der Justizvollzugsanstalten, die in Funktion und Ausstattung mit allgemeinmedizinischen Arztpraxen vergleichbar sind.

    Die Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel verfügt darüber hinaus über eine Krankenabteilung, die neben einer somatischen Abteilung auch eine psychiatrische Abteilung beinhaltet. Daneben betreibt die Anstalt eine Bettenstation im Städtischen Klinikum Brandenburg. Insgesamt verfügt die Krankenabteilung über 28 Betten intern und 6 Betten extern. In der Krankenabteilung sowie der externen Bettenstation werden erwachsene Männer und Frauen aus allen Anstalten des Landes Brandenburg behandelt.

    Die Tätigkeit des Krankenpflegedienstes umfasst insbesondere:

    • die medizinische Betreuung inhaftierter männlicher und weiblicher Personen im ambulanten, in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel auch im stationären Bereich,
    • Unterstützung der Anstalts- oder Vertragsärzte bei der Behandlung der Gefangenen,
    • Begleitung und Dokumentation der ärztlichen Sprechstunden,
    • Umsetzung ärztlicher Anordnungen,
    • Organisation der Ausgabe der ärztlich verordneten Medikamente und medizinischen Maßnahmen,
    • Organisation und Vorbereitung von Vorstellungen von Gefangenen zur Behandlung außerhalb der Anstalt sowie Verlegungen von Gefangenen in Justizvollzugs- bzw. Fachkrankenhäuser,
    • Beschaffung und Aufbewahrung von Arzneimitteln, des medizinischen Instrumentariums, von medizinisch-technischen Geräten sowie Verbrauchsmaterial,
    • Organisation und Überwachung der Desinfektions-, Sterilisations- und Reinigungsarbeiten im Krankenpflegedienst,
    • Einhaltung von Hygiene- und sonstigen gesetzlichen Vorschriften,
    • Mitwirkung bei der Bearbeitung von Verwaltungsvorgängen.

    Im stationären Bereich fallen darüber hinaus auch vollzugliche Aufgaben wie die Beaufsichtigung der Gefangenen beim Aufenthalt im Freien, Wäschetausch, Paketverkehr, Einkauf, Bearbeiten von Anträgen, Kontrollieren der Hafträume, Durchsuchen von Gefangenen, Schreiben dienstlicher Meldungen u. ä. an.

    Die Krankheitsbilder der Inhaftierten gestalten sich vielfältig. Kenntnisse der Pflege von an HIV, Hepatitis oder Tuberkulose Erkrankten und Erfahrungen im Umgang mit drogenabhängigen und verhaltensauffälligen Patientinnen und Patienten sind daher von Vorteil.

    Für die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit im Justizvollzug sind nicht nur Organisations- und Einfühlungsvermögen sowie Team- und Konfliktfähigkeit nötig. Da die zu betreuenden Gefangenen aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, ist auch eine gute Kommunikationsfähigkeit unabdingbar. Fremdsprachenkenntnisse wären wünschenswert. 

    Je nach Arbeitsfeld ist die Arbeitszeit unterschiedlich geregelt. Früh-, Spät- und Wochenenddienst sind überall zu leisten, der stationäre Bereich erfordert regulären Schichtbetrieb. 

    Wie werde ich Bedienstete oder Bediensteter des Krankenpflegedienstes bei den Justizvollzugsanstalten?

    Der Krankenpflegedienst bei den Justizvollzugsanstalten ist eine Laufbahn ohne Vorbereitungsdienst (mittlerer Dienst). Das bedeutet, dass an die Stelle des Vorbereitungsdienstes und der Laufbahnprüfung eine für die Laufbahnbefähigung gleichwertige, innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes geleistete, auf den geforderten Bildungsvoraussetzungen aufbauende hauptberufliche Tätigkeit tritt.

    Erforderliche Bildungsvoraussetzung für den Krankenpflegedienst ist ein Berufsabschluss als examinierte/r Krankenpfleger/in und eine zweijährige entsprechende Berufserfahrung.

    Bei entsprechender Qualifikation erfolgt Ihre Einstellung im Justizvollzug in der Regel in ein Beschäftigungsverhältnis unter Eingruppierung in die Entgeltgruppe KR 7a TV-L.

    Sie erhalten darüber hinaus eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von 63,69 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von einem Jahr und 127,38 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von zwei Jahren.

    Bei Vorliegen der Voraussetzungen ist die Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe möglich.  Nach der Verbeamtung erfolgt die Besoldung im Eingangsamt nach Besoldungsgruppe A 8.

    Nachdem Sie sich drei Jahre als Beamtin/Beamter auf Probe bewährt haben, erfolgt die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.
     

    Besoldung und Beförderungsmöglichkeiten

    In der Laufbahn des Krankenpflegedienstes gibt es Aufstiegsmöglichkeiten durch Ernennnung zur/zum:

    Oberschwester/Oberpfleger
    Besoldungsgruppe A 9.

    Für besonders herausgehobene Tätigkeiten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, zur Oberin bzw. Pflegevorsteher (A 9 mit Amtszulage) ernannt zu werden.

    Sie erhalten darüber hinaus (auch als Tarifbeschäftigte/r) eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von derzeit 95,53 Euro/Monat. 

    Besonderheiten

    Für die verbeamteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenpflegedienstes bei den Justizvollzugsanstalten gilt eine besondere Pensionsaltersgrenze (§  110 i.V.m. §§ 117, 118 Landesbeamtengesetz). Das bedeutet, Sie treten mit Ablauf des 62. Lebensjahres in den Ruhestand.

    Während einer  Inhaftierung ruht nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches V der Leistungsanspruch gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings haben die Gefangenen nach § 74 Brandenburgisches Justizvollzugsgesetz einen Anspruch auf notwendige, ausreichende und zweckmäßige medizinische Leistungen unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und unter Berücksichtigung des allgemeinen Standards der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Auf dieser Grundlage stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenpflegedienstes bei den Justizvollzugsanstalten in Zusammenarbeit mit Vollzugs- und externen Vertragsärzten die medizinische Versorgung der Gefangenen sicher.

    Dies geschieht in besonderen Bereichen der Justizvollzugsanstalten, die in Funktion und Ausstattung mit allgemeinmedizinischen Arztpraxen vergleichbar sind.

    Die Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel verfügt darüber hinaus über eine Krankenabteilung, die neben einer somatischen Abteilung auch eine psychiatrische Abteilung beinhaltet. Daneben betreibt die Anstalt eine Bettenstation im Städtischen Klinikum Brandenburg. Insgesamt verfügt die Krankenabteilung über 28 Betten intern und 6 Betten extern. In der Krankenabteilung sowie der externen Bettenstation werden erwachsene Männer und Frauen aus allen Anstalten des Landes Brandenburg behandelt.

    Die Tätigkeit des Krankenpflegedienstes umfasst insbesondere:

    • die medizinische Betreuung inhaftierter männlicher und weiblicher Personen im ambulanten, in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel auch im stationären Bereich,
    • Unterstützung der Anstalts- oder Vertragsärzte bei der Behandlung der Gefangenen,
    • Begleitung und Dokumentation der ärztlichen Sprechstunden,
    • Umsetzung ärztlicher Anordnungen,
    • Organisation der Ausgabe der ärztlich verordneten Medikamente und medizinischen Maßnahmen,
    • Organisation und Vorbereitung von Vorstellungen von Gefangenen zur Behandlung außerhalb der Anstalt sowie Verlegungen von Gefangenen in Justizvollzugs- bzw. Fachkrankenhäuser,
    • Beschaffung und Aufbewahrung von Arzneimitteln, des medizinischen Instrumentariums, von medizinisch-technischen Geräten sowie Verbrauchsmaterial,
    • Organisation und Überwachung der Desinfektions-, Sterilisations- und Reinigungsarbeiten im Krankenpflegedienst,
    • Einhaltung von Hygiene- und sonstigen gesetzlichen Vorschriften,
    • Mitwirkung bei der Bearbeitung von Verwaltungsvorgängen.

    Im stationären Bereich fallen darüber hinaus auch vollzugliche Aufgaben wie die Beaufsichtigung der Gefangenen beim Aufenthalt im Freien, Wäschetausch, Paketverkehr, Einkauf, Bearbeiten von Anträgen, Kontrollieren der Hafträume, Durchsuchen von Gefangenen, Schreiben dienstlicher Meldungen u. ä. an.

    Die Krankheitsbilder der Inhaftierten gestalten sich vielfältig. Kenntnisse der Pflege von an HIV, Hepatitis oder Tuberkulose Erkrankten und Erfahrungen im Umgang mit drogenabhängigen und verhaltensauffälligen Patientinnen und Patienten sind daher von Vorteil.

    Für die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit im Justizvollzug sind nicht nur Organisations- und Einfühlungsvermögen sowie Team- und Konfliktfähigkeit nötig. Da die zu betreuenden Gefangenen aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, ist auch eine gute Kommunikationsfähigkeit unabdingbar. Fremdsprachenkenntnisse wären wünschenswert. 

    Je nach Arbeitsfeld ist die Arbeitszeit unterschiedlich geregelt. Früh-, Spät- und Wochenenddienst sind überall zu leisten, der stationäre Bereich erfordert regulären Schichtbetrieb. 

    Wie werde ich Bedienstete oder Bediensteter des Krankenpflegedienstes bei den Justizvollzugsanstalten?

    Der Krankenpflegedienst bei den Justizvollzugsanstalten ist eine Laufbahn ohne Vorbereitungsdienst (mittlerer Dienst). Das bedeutet, dass an die Stelle des Vorbereitungsdienstes und der Laufbahnprüfung eine für die Laufbahnbefähigung gleichwertige, innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes geleistete, auf den geforderten Bildungsvoraussetzungen aufbauende hauptberufliche Tätigkeit tritt.

    Erforderliche Bildungsvoraussetzung für den Krankenpflegedienst ist ein Berufsabschluss als examinierte/r Krankenpfleger/in und eine zweijährige entsprechende Berufserfahrung.

    Bei entsprechender Qualifikation erfolgt Ihre Einstellung im Justizvollzug in der Regel in ein Beschäftigungsverhältnis unter Eingruppierung in die Entgeltgruppe KR 7a TV-L.

    Sie erhalten darüber hinaus eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von 63,69 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von einem Jahr und 127,38 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von zwei Jahren.

    Bei Vorliegen der Voraussetzungen ist die Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe möglich.  Nach der Verbeamtung erfolgt die Besoldung im Eingangsamt nach Besoldungsgruppe A 8.

    Nachdem Sie sich drei Jahre als Beamtin/Beamter auf Probe bewährt haben, erfolgt die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.
     

    Besoldung und Beförderungsmöglichkeiten

    In der Laufbahn des Krankenpflegedienstes gibt es Aufstiegsmöglichkeiten durch Ernennnung zur/zum:

    Oberschwester/Oberpfleger
    Besoldungsgruppe A 9.

    Für besonders herausgehobene Tätigkeiten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, zur Oberin bzw. Pflegevorsteher (A 9 mit Amtszulage) ernannt zu werden.

    Sie erhalten darüber hinaus (auch als Tarifbeschäftigte/r) eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von derzeit 95,53 Euro/Monat. 

    Besonderheiten

    Für die verbeamteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenpflegedienstes bei den Justizvollzugsanstalten gilt eine besondere Pensionsaltersgrenze (§  110 i.V.m. §§ 117, 118 Landesbeamtengesetz). Das bedeutet, Sie treten mit Ablauf des 62. Lebensjahres in den Ruhestand.

  • Pädagogischer Dienst im Justizvollzug

    Lehren und Lernen hinter Gittern ist zwar nicht mit dem Alltag an Schulen vergleichbar, aber deshalb nicht weniger von Bedeutung. Bei der großen Mehrheit der Inhaftierten besteht sowohl ein erhebliches Defizit an schulischen Abschlüssen und beruflichen Qualifikationen als auch an Alltagskompetenzen und Softskills. Zentrale Aufgabe des Pädagogischen Dienstes im Justizvollzug ist es, diese Defizite auszugleichen.

    Ob ein Mensch nach seiner Haft ein straffreies Leben in Freiheit führen kann, hängt unter anderem auch von durch ihn zu erwerbenden Kompetenzen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten ab.

    Der gesetzliche Auftrag besteht daher darin, durch schulische und berufliche Aus- und Weiterbildung und vorberufliche Qualifizierung den Gefangenen während der Inhaftierung Fähigkeiten zur Eingliederung und zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach der Haftentlassung zu vermitteln, sie zu verbessern oder zu erhalten.

    Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Pädagogischen Dienstes umfasst u.a.:

    • die Konzeptionierung, Durchführung und didaktische Begleitung von Bildungsmaßnahmen;
    • die Gewinnung von Externen und Kooperation mit den in der Anstalt tätigen externen Bildungsträgern und deren fachliche Begleitung und Beratung;
    • die Beratung und Betreuung von Gefangenen in Fragen der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der vorberuflichen Qualifizierung;
    • Bildungsdiagnostik und Berufswegeplanung im Rahmen der Vollzugsplanerstellung und -fortschreibung;
    • die gezielte einzel- und sonderpädagogische Förderung und Betreuung von Gefangenen;
    • die Mitwirkung an der Fortschreibung des Bildungskonzeptes der Anstalt;
    • die Beratung der Anstaltsleitung bei schulischen und beruflichen Maßnahmen, die Gefangenen betreffend;
    • die Planung und Mitwirkung bei Bildungsangeboten in der Freizeit der Gefangenen;
    • die Teilnahme an Vollzugskonferenzen;
    • die Mitwirkung bei erzieherischen und vollzuglichen Maßnahmen;
    • die Zusammenarbeit mit anderen Behörden, Einrichtungen und Institutionen;
    • eigene Unterrichtstätigkeit;
    • Mit- und Zusammenarbeit in interdisziplinären Projektgruppen und Arbeitsgremien der Anstalt;

    Der Einsatz kann auch die Leitung des Bereiches „Bildung und Freizeit“ einer Justizvollzugsanstalt umfassen.

    Die Tätigkeit erfordert die regelmäßige Anwesenheit vor Ort. 

    Einstellungsvoraussetzungen

    Für eine Tätigkeit im Pädagogischen Dienst des Justizvollzugs benötigen Sie die Befähigung zum Lehramt für die Primarstufe  oder den Unterricht der Sekundarstufe I und II (inkl. beruflicher Fachrichtungen oder Sonderpädagogik) mit Erster und Zweiter Staatsprüfung oder einem lehramtsbezogenen Masterabschluss und einer Staatsprüfung. 

    Außerdem sollten Sie eine Persönlichkeit mit besonderem Interesse an einer Tätigkeit im Justizvollzug und einem hohen Maß an Identifikation mit der Aufgabe, Leistungsbereitschaft und Motivation sein, über eine hohe soziale Kompetenz sowie ein ausgeprägtes Nähe-Distanz-Verhältnis verfügen und sich wertschätzend und einfühlsam auf Menschen in besonderen Lebenssituationen einlassen können. 

    Grundkenntnisse in Fragen des Schulrechts und den geltenden Verordnungen wären wünschenswert. 

    Besoldung/Vergütung 

    Die Stellen des Pädagogischen Dienstes sind mit der Besoldungsgruppe A 13 g. D. bewertet. Im Tarifbereich erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Sie erhalten darüber hinaus eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von derzeit 95,53 Euro/Monat. 

    Wo kann ich mich informieren?

    Als Ansprechpartnerinnen stehen Ihnen in den Justizvollzugsanstalten die Leiterinnen der Abteilungen Bildung und Freizeit gerne zur Verfügung: 

    Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel

    Frau Ferrer Ibargüengoitia
    Tel.: 03381 761-2890 

    Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen

    Frau Rades
    Tel.: 0355 4888-360 

    Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben

    Frau Traue
    Tel.: 035356 673-500 

    Justizvollzugsanstalt Wriezen

    Frau Franke
    Tel.: 033456 154-402

    Lehren und Lernen hinter Gittern ist zwar nicht mit dem Alltag an Schulen vergleichbar, aber deshalb nicht weniger von Bedeutung. Bei der großen Mehrheit der Inhaftierten besteht sowohl ein erhebliches Defizit an schulischen Abschlüssen und beruflichen Qualifikationen als auch an Alltagskompetenzen und Softskills. Zentrale Aufgabe des Pädagogischen Dienstes im Justizvollzug ist es, diese Defizite auszugleichen.

    Ob ein Mensch nach seiner Haft ein straffreies Leben in Freiheit führen kann, hängt unter anderem auch von durch ihn zu erwerbenden Kompetenzen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten ab.

    Der gesetzliche Auftrag besteht daher darin, durch schulische und berufliche Aus- und Weiterbildung und vorberufliche Qualifizierung den Gefangenen während der Inhaftierung Fähigkeiten zur Eingliederung und zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach der Haftentlassung zu vermitteln, sie zu verbessern oder zu erhalten.

    Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Pädagogischen Dienstes umfasst u.a.:

    • die Konzeptionierung, Durchführung und didaktische Begleitung von Bildungsmaßnahmen;
    • die Gewinnung von Externen und Kooperation mit den in der Anstalt tätigen externen Bildungsträgern und deren fachliche Begleitung und Beratung;
    • die Beratung und Betreuung von Gefangenen in Fragen der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der vorberuflichen Qualifizierung;
    • Bildungsdiagnostik und Berufswegeplanung im Rahmen der Vollzugsplanerstellung und -fortschreibung;
    • die gezielte einzel- und sonderpädagogische Förderung und Betreuung von Gefangenen;
    • die Mitwirkung an der Fortschreibung des Bildungskonzeptes der Anstalt;
    • die Beratung der Anstaltsleitung bei schulischen und beruflichen Maßnahmen, die Gefangenen betreffend;
    • die Planung und Mitwirkung bei Bildungsangeboten in der Freizeit der Gefangenen;
    • die Teilnahme an Vollzugskonferenzen;
    • die Mitwirkung bei erzieherischen und vollzuglichen Maßnahmen;
    • die Zusammenarbeit mit anderen Behörden, Einrichtungen und Institutionen;
    • eigene Unterrichtstätigkeit;
    • Mit- und Zusammenarbeit in interdisziplinären Projektgruppen und Arbeitsgremien der Anstalt;

    Der Einsatz kann auch die Leitung des Bereiches „Bildung und Freizeit“ einer Justizvollzugsanstalt umfassen.

    Die Tätigkeit erfordert die regelmäßige Anwesenheit vor Ort. 

    Einstellungsvoraussetzungen

    Für eine Tätigkeit im Pädagogischen Dienst des Justizvollzugs benötigen Sie die Befähigung zum Lehramt für die Primarstufe  oder den Unterricht der Sekundarstufe I und II (inkl. beruflicher Fachrichtungen oder Sonderpädagogik) mit Erster und Zweiter Staatsprüfung oder einem lehramtsbezogenen Masterabschluss und einer Staatsprüfung. 

    Außerdem sollten Sie eine Persönlichkeit mit besonderem Interesse an einer Tätigkeit im Justizvollzug und einem hohen Maß an Identifikation mit der Aufgabe, Leistungsbereitschaft und Motivation sein, über eine hohe soziale Kompetenz sowie ein ausgeprägtes Nähe-Distanz-Verhältnis verfügen und sich wertschätzend und einfühlsam auf Menschen in besonderen Lebenssituationen einlassen können. 

    Grundkenntnisse in Fragen des Schulrechts und den geltenden Verordnungen wären wünschenswert. 

    Besoldung/Vergütung 

    Die Stellen des Pädagogischen Dienstes sind mit der Besoldungsgruppe A 13 g. D. bewertet. Im Tarifbereich erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Sie erhalten darüber hinaus eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von derzeit 95,53 Euro/Monat. 

    Wo kann ich mich informieren?

    Als Ansprechpartnerinnen stehen Ihnen in den Justizvollzugsanstalten die Leiterinnen der Abteilungen Bildung und Freizeit gerne zur Verfügung: 

    Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel

    Frau Ferrer Ibargüengoitia
    Tel.: 03381 761-2890 

    Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen

    Frau Rades
    Tel.: 0355 4888-360 

    Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben

    Frau Traue
    Tel.: 035356 673-500 

    Justizvollzugsanstalt Wriezen

    Frau Franke
    Tel.: 033456 154-402

  • Bedienstete/Bediensteter im allgemeinen Vollzugsdienst

    Ein zeitgemäßer Justizvollzug soll die Gefangenen sicher unterbringen und sie befähigen, nach ihrer Entlassung aus der Haft ein Leben ohne Straftaten zu führen. Hier tragen die Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes eine große Verantwortung.

    Ihre Tätigkeit im Justizvollzug erstreckt sich auf Sicherungs-, Behandlungs-, Betreuungs-, Ordnungs– und Versorgungsaufgaben. Dabei sind die Gefangenen insbesondere bei der Arbeit, bei der Ausübung von Sport und während der Freizeit zu betreuen, zu beaufsichtigen und soweit erforderlich anzuleiten. Sie sind Ansprechperson für die Gefangenen, sowohl in Fragen des Vollzuges als auch in persönlichen Angelegenheiten.

    Sie sorgen für den ordnungsgemäßen Tagesablauf. Durch die ständige Anwesenheit üben Sie einen starken Einfluss auf die Gefangenen aus und bestimmen maßgeblich die Atmosphäre in der Anstalt. Dieser ständige Dienst am Menschen erfordert naturgemäß einen Schichtbetrieb (Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst, Wochenend- und Feiertagsdienst).

    Beamtinnen und Beamte im allgemeinen Vollzugsdienst tragen durch ihre Tätigkeit einen großen Teil dazu bei, dass die Gefangenen resozialisiert und in unserer Gesellschaft wieder eingegliedert werden. Der Kontakt mit Gefangenen birgt naturgemäß auch Konfliktpotential. Deshalb verlangt der Beruf vollen Einsatz und die Fähigkeit, sich immer wieder neuen Situationen und Schwierigkeiten zu stellen.

    Wir suchen daher sozial engagierte Kolleginnen und Kollegen, die Talent im Umgang mit anderen Menschen haben, in fachübergreifenden Teams arbeiten möchten, gern Verantwortung übernehmen und Lust haben, in einem sozial vielfältigen Umfeld tätig zu sein.

    Wie werde ich Bedienstete oder Bediensteter des allgemeinen Vollzugsdienstes?

    Ihre Einstellung in den allgemeinen Vollzugsdienst erfolgt in der Regel zunächst in einem bis zu einem Jahr befristeten Beschäftigungsverhältnis als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer, wobei feste Einstellungstermine nicht vorgegeben sind.

    Im Rahmen dieser befristeten Beschäftigung geben wir Ihnen Gelegenheit, „Ihre“ Justizvollzugsanstalt kennenzulernen. Diese Beschäftigung ermöglicht es Ihnen, Ihren Berufswunsch vor Ort zu überprüfen.

    Die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Widerruf und der Beginn der zweijährigen Laufbahnausbildung erfolgen dann in Abhängigkeit von der Anzahl zugewiesener Ausbildungsplätze und der Anzahl vorhandener Tarifbeschäftigter zum 1. März oder 1. September.

    Während der Ausbildung werden Sie auf Ihre künftigen Aufgaben intensiv in Theorie und Praxis vorbereitet.

    Die theoretische Ausbildung findet in der Bildungsstätte des Justizvollzuges in Brandenburg an der Havel statt. Hier werden Ihnen neben notwendigen Gesetzeskenntnissen auch Grundlagen der Psychologie, Kriminologie und Pädagogik vermittelt. Ein weiterer, wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die Vermittlung von Deeskalationstechniken sowie Eingriffs- und Sicherungstechniken zur Gefahrenabwehr.

    Die praktische Ausbildung erfolgt in verschiedenen Justizvollzugsanstalten durch erfahrene und geschulte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter und soll Sie mit allen Bereichen des Justizvollzuges bekannt machen.

    Während Ihrer Ausbildung legen wir insbesondere Augenmerk darauf, dass Sie Handlungskompetenzen für Ihre spätere Tätigkeit erlangen: den Umgang mit Gefangenen.

    Einstellungsvoraussetzungen

    Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer

    • die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt,
    • am Tag der Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf mindestens 21 Jahre (Herabsetzung auf 18 Jahre noch in diesem Jahr geplant) und höchstens 35 Jahre* alt ist,
    • die Fachoberschulreife (Realschulabschluss) besitzt oder die Berufsbildungsreife (Hauptschulabschluss) und entweder eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung oder Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis nachweisen kann oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand besitzt,
    • in körperlicher, gesundheitlicher, charakterlicher und geistiger Hinsicht für den allgemeinen Vollzugsdienst geeignet ist und
    • im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse B ist.

    * Die Höchstaltersgrenze gilt nicht für Inhaber/innen eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheins gemäß § 9 des Soldatenversorgungsgesetzes und in den Fällen des § 7 Abs. 6 des Soldatenversorgungsgesetzes

    Die besondere körperliche, gesundheitliche und charakterliche Eignung muss in einem Eignungsfeststellungsverfahren sowie durch ein amtsärztliches Gutachten nachgewiesen werden. Für die Feststellung der gesundheitlichen Eignung (in Anlehnung an die Polizeidiensttauglichkeit) gilt:

    • Eine Sehschwäche von mehr als 2,5 Dioptrien
    • Störungen des Gehör-, Gleichgewichts- oder Geruchssinns

    schließen die gesundheitliche Eignung in der Regel bereits aus.

    Bewerbungs- und Eignungsfeststellungsverfahren

    Ihre Bewerbung richten Sie bitte an die Justizvollzugseinrichtung, bei der die Einstellung gewünscht wird, und fügen dieser folgende Unterlagen bei:

    • tabellarischer Lebenslauf,
    • Kopie des Schulabschlusszeugnisses,
    • ggf. den Nachweis eines Berufsbildungsabschlusses sowie
    • ggf. Arbeitszeugnisse in Kopie.

    Wenn die formalen Einstellungsvoraussetzungen erfüllt sind, werden Sie eine Einladung zur Teilnahme am Eignungsfeststellungsverfahren erhalten.

    Im ersten Teil dieses Verfahrens, das zentral für alle Justizvollzugsanstalten bei der Bildungsstätte für den Justizvollzug bei der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel durchgeführt wird, werden  zunächst körperliche Fitness, Merk- und Konzentrationsfähigkeit, Rechtschreibung, Allgemeinbildung und logisches Denken geprüft.

    An diesem Tag sind ein Fitnesstest, ein Deutschtest und psychologische Tests zu absolvieren.

    Bewerberinnen und Bewerber, die erfolgreich alle Bausteine dieses Verfahrens durchlaufen haben, werden zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch, das auch Aufschluss über Ihre persönlichen Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen geben soll, in die jeweilige Justizvollzugsanstalt eingeladen.

    Wenn auch diese Hürde genommen ist, werden Sie um Vorlage einer Erklärung gebeten, ob eine gerichtliche Vorstrafe vorliegt oder ob ein gerichtliches Strafverfahren oder ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft anhängig ist. Zudem werden Sie um eine Erklärung gebeten, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse geordnet sind.

    Es erfolgt dann auch die Einholung einer unbeschränkten Auskunft aus dem Bundeszentralregister.

    Danach erfolgt die Entscheidung über eine Einstellung.

    Besoldung und Beförderungsmöglichkeiten

    Ihre Einstellung in den allgemeinen Vollzugsdienst  erfolgt in der Regel in ein Beschäftigungsverhältnis mit Vergütung nach Entgeltgruppe 4 TV-L.

    Einstellungen sind hier ab dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich.

    Während Ihrer Ausbildung erhalten Sie als Justizvollzugshauptsekretäranwärterin/Justizvollzugshauptsekretäranwärter Anwärterbezüge.

    Die Vergütung der Anwärterinnen und Anwärter während des Vorbereitungsdienstes beträgt für die Jahre 2020 und 2021:

    Anwärtergrundbetrag:                        1.318,27 Euro
    Anwärtersonderzuschlag:                       659,19 Euro

    Sie erhalten darüber hinaus eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von 63,69 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von einem Jahr und 127,38 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von zwei Jahren.

    Neben dem Anwärtergrundbetrag, einem Anwärtersonderzuschlag und Zulagen erhalten die Anwärterinnen und Anwärter – soweit die Voraussetzungen vorliegen – einen Familienzuschlag (jeweils 159,16 Euro für das erste und zweite Kind, für jedes weitere zur berücksichtigende Kind 364,01 Euro, im Jahr 2019 165,05 Euro bzw. 377,48 Euro im Jahr 2020). Außerdem werden vermögenswirksame Leistungen gewährt.

    Für weitere Informationen steht Ihnen auch die Internetseite der Zentralen Bezügestelle des Landes Brandenburg mit Bezügerechner eines externen Anbieters zur Verfügung.

    Ihre Ausbildung endet mit dem Ablegen der Laufbahnprüfung. Damit endet auch das Beamtenverhältnis auf Widerruf.

    Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist bei persönlicher Eignung eine Einstellung als Justizvollzugshauptsekretärin/Justizvollzugshauptsekretär (Besoldungsgruppe A 8) im Beamtenverhältnis auf Probe vorgesehen.

    Nachdem Sie sich im Anschluss an den Vorbereitungsdienst drei Jahre als Beamter auf Probe bewährt haben, erfolgt die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.

    In der Laufbahn des allgemeinen Vollzugsdienstes gibt es Aufstiegsmöglichkeiten durch Ernennung zur/zum:

    Justizvollzugsamtsinspektorin/Justizvollzugsamtsinspektor
    Besoldungsgruppe A 9.

    Für besonders herausgehobene Tätigkeiten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, zur Justizvollzugsamtsinspektorin bzw. zum Justizvollzugsamtsinspektor mit Amtszulage ernannt zu werden. 

    Wo kann ich mich informieren?

    Für weitere Fragen stehen Ihnen in den Justizvollzugsanstalten die Abteilungen für Personal und Service gern zur Verfügung:

    Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel
    Frau Koppe  Tel. 03381 761-9202
    Frau Budich Tel. 03381 761-3102

    Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen
    Frau Pirsch Tel. 0355 4888-212

    Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben
    Frau Brödner Tel. 035456 673-210

    Justizvollzugsanstalt Nord-Brandenburg
    Teilanstalt Neuruppin-Wulkow
    Frau Ebeling  Tel. 03391 700-104

    Justizvollzugsanstalt Nord-Brandenburg
    Teilanstalt Wriezen
    Herr Elischer Tel. 033456 154-117

    Weitere Informationen:

    Faltblatt: Ausbildung im allgemeinen Vollzugsdient

    Überblick Auswahlverfahren und Ausbildung

    Überblick Auswahlverfahren und Ausbildung 

    Ein zeitgemäßer Justizvollzug soll die Gefangenen sicher unterbringen und sie befähigen, nach ihrer Entlassung aus der Haft ein Leben ohne Straftaten zu führen. Hier tragen die Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes eine große Verantwortung.

    Ihre Tätigkeit im Justizvollzug erstreckt sich auf Sicherungs-, Behandlungs-, Betreuungs-, Ordnungs– und Versorgungsaufgaben. Dabei sind die Gefangenen insbesondere bei der Arbeit, bei der Ausübung von Sport und während der Freizeit zu betreuen, zu beaufsichtigen und soweit erforderlich anzuleiten. Sie sind Ansprechperson für die Gefangenen, sowohl in Fragen des Vollzuges als auch in persönlichen Angelegenheiten.

    Sie sorgen für den ordnungsgemäßen Tagesablauf. Durch die ständige Anwesenheit üben Sie einen starken Einfluss auf die Gefangenen aus und bestimmen maßgeblich die Atmosphäre in der Anstalt. Dieser ständige Dienst am Menschen erfordert naturgemäß einen Schichtbetrieb (Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst, Wochenend- und Feiertagsdienst).

    Beamtinnen und Beamte im allgemeinen Vollzugsdienst tragen durch ihre Tätigkeit einen großen Teil dazu bei, dass die Gefangenen resozialisiert und in unserer Gesellschaft wieder eingegliedert werden. Der Kontakt mit Gefangenen birgt naturgemäß auch Konfliktpotential. Deshalb verlangt der Beruf vollen Einsatz und die Fähigkeit, sich immer wieder neuen Situationen und Schwierigkeiten zu stellen.

    Wir suchen daher sozial engagierte Kolleginnen und Kollegen, die Talent im Umgang mit anderen Menschen haben, in fachübergreifenden Teams arbeiten möchten, gern Verantwortung übernehmen und Lust haben, in einem sozial vielfältigen Umfeld tätig zu sein.

    Wie werde ich Bedienstete oder Bediensteter des allgemeinen Vollzugsdienstes?

    Ihre Einstellung in den allgemeinen Vollzugsdienst erfolgt in der Regel zunächst in einem bis zu einem Jahr befristeten Beschäftigungsverhältnis als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer, wobei feste Einstellungstermine nicht vorgegeben sind.

    Im Rahmen dieser befristeten Beschäftigung geben wir Ihnen Gelegenheit, „Ihre“ Justizvollzugsanstalt kennenzulernen. Diese Beschäftigung ermöglicht es Ihnen, Ihren Berufswunsch vor Ort zu überprüfen.

    Die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Widerruf und der Beginn der zweijährigen Laufbahnausbildung erfolgen dann in Abhängigkeit von der Anzahl zugewiesener Ausbildungsplätze und der Anzahl vorhandener Tarifbeschäftigter zum 1. März oder 1. September.

    Während der Ausbildung werden Sie auf Ihre künftigen Aufgaben intensiv in Theorie und Praxis vorbereitet.

    Die theoretische Ausbildung findet in der Bildungsstätte des Justizvollzuges in Brandenburg an der Havel statt. Hier werden Ihnen neben notwendigen Gesetzeskenntnissen auch Grundlagen der Psychologie, Kriminologie und Pädagogik vermittelt. Ein weiterer, wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die Vermittlung von Deeskalationstechniken sowie Eingriffs- und Sicherungstechniken zur Gefahrenabwehr.

    Die praktische Ausbildung erfolgt in verschiedenen Justizvollzugsanstalten durch erfahrene und geschulte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter und soll Sie mit allen Bereichen des Justizvollzuges bekannt machen.

    Während Ihrer Ausbildung legen wir insbesondere Augenmerk darauf, dass Sie Handlungskompetenzen für Ihre spätere Tätigkeit erlangen: den Umgang mit Gefangenen.

    Einstellungsvoraussetzungen

    Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer

    • die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt,
    • am Tag der Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf mindestens 21 Jahre (Herabsetzung auf 18 Jahre noch in diesem Jahr geplant) und höchstens 35 Jahre* alt ist,
    • die Fachoberschulreife (Realschulabschluss) besitzt oder die Berufsbildungsreife (Hauptschulabschluss) und entweder eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung oder Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis nachweisen kann oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand besitzt,
    • in körperlicher, gesundheitlicher, charakterlicher und geistiger Hinsicht für den allgemeinen Vollzugsdienst geeignet ist und
    • im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse B ist.

    * Die Höchstaltersgrenze gilt nicht für Inhaber/innen eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheins gemäß § 9 des Soldatenversorgungsgesetzes und in den Fällen des § 7 Abs. 6 des Soldatenversorgungsgesetzes

    Die besondere körperliche, gesundheitliche und charakterliche Eignung muss in einem Eignungsfeststellungsverfahren sowie durch ein amtsärztliches Gutachten nachgewiesen werden. Für die Feststellung der gesundheitlichen Eignung (in Anlehnung an die Polizeidiensttauglichkeit) gilt:

    • Eine Sehschwäche von mehr als 2,5 Dioptrien
    • Störungen des Gehör-, Gleichgewichts- oder Geruchssinns

    schließen die gesundheitliche Eignung in der Regel bereits aus.

    Bewerbungs- und Eignungsfeststellungsverfahren

    Ihre Bewerbung richten Sie bitte an die Justizvollzugseinrichtung, bei der die Einstellung gewünscht wird, und fügen dieser folgende Unterlagen bei:

    • tabellarischer Lebenslauf,
    • Kopie des Schulabschlusszeugnisses,
    • ggf. den Nachweis eines Berufsbildungsabschlusses sowie
    • ggf. Arbeitszeugnisse in Kopie.

    Wenn die formalen Einstellungsvoraussetzungen erfüllt sind, werden Sie eine Einladung zur Teilnahme am Eignungsfeststellungsverfahren erhalten.

    Im ersten Teil dieses Verfahrens, das zentral für alle Justizvollzugsanstalten bei der Bildungsstätte für den Justizvollzug bei der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel durchgeführt wird, werden  zunächst körperliche Fitness, Merk- und Konzentrationsfähigkeit, Rechtschreibung, Allgemeinbildung und logisches Denken geprüft.

    An diesem Tag sind ein Fitnesstest, ein Deutschtest und psychologische Tests zu absolvieren.

    Bewerberinnen und Bewerber, die erfolgreich alle Bausteine dieses Verfahrens durchlaufen haben, werden zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch, das auch Aufschluss über Ihre persönlichen Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen geben soll, in die jeweilige Justizvollzugsanstalt eingeladen.

    Wenn auch diese Hürde genommen ist, werden Sie um Vorlage einer Erklärung gebeten, ob eine gerichtliche Vorstrafe vorliegt oder ob ein gerichtliches Strafverfahren oder ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft anhängig ist. Zudem werden Sie um eine Erklärung gebeten, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse geordnet sind.

    Es erfolgt dann auch die Einholung einer unbeschränkten Auskunft aus dem Bundeszentralregister.

    Danach erfolgt die Entscheidung über eine Einstellung.

    Besoldung und Beförderungsmöglichkeiten

    Ihre Einstellung in den allgemeinen Vollzugsdienst  erfolgt in der Regel in ein Beschäftigungsverhältnis mit Vergütung nach Entgeltgruppe 4 TV-L.

    Einstellungen sind hier ab dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich.

    Während Ihrer Ausbildung erhalten Sie als Justizvollzugshauptsekretäranwärterin/Justizvollzugshauptsekretäranwärter Anwärterbezüge.

    Die Vergütung der Anwärterinnen und Anwärter während des Vorbereitungsdienstes beträgt für die Jahre 2020 und 2021:

    Anwärtergrundbetrag:                        1.318,27 Euro
    Anwärtersonderzuschlag:                       659,19 Euro

    Sie erhalten darüber hinaus eine behördenspezifische Stellenzulage für die Tätigkeit in Justizvollzugsanstalten in Höhe von 63,69 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von einem Jahr und 127,38 Euro/Monat nach einer Dienstzeit von zwei Jahren.

    Neben dem Anwärtergrundbetrag, einem Anwärtersonderzuschlag und Zulagen erhalten die Anwärterinnen und Anwärter – soweit die Voraussetzungen vorliegen – einen Familienzuschlag (jeweils 159,16 Euro für das erste und zweite Kind, für jedes weitere zur berücksichtigende Kind 364,01 Euro, im Jahr 2019 165,05 Euro bzw. 377,48 Euro im Jahr 2020). Außerdem werden vermögenswirksame Leistungen gewährt.

    Für weitere Informationen steht Ihnen auch die Internetseite der Zentralen Bezügestelle des Landes Brandenburg mit Bezügerechner eines externen Anbieters zur Verfügung.

    Ihre Ausbildung endet mit dem Ablegen der Laufbahnprüfung. Damit endet auch das Beamtenverhältnis auf Widerruf.

    Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist bei persönlicher Eignung eine Einstellung als Justizvollzugshauptsekretärin/Justizvollzugshauptsekretär (Besoldungsgruppe A 8) im Beamtenverhältnis auf Probe vorgesehen.

    Nachdem Sie sich im Anschluss an den Vorbereitungsdienst drei Jahre als Beamter auf Probe bewährt haben, erfolgt die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.

    In der Laufbahn des allgemeinen Vollzugsdienstes gibt es Aufstiegsmöglichkeiten durch Ernennung zur/zum:

    Justizvollzugsamtsinspektorin/Justizvollzugsamtsinspektor
    Besoldungsgruppe A 9.

    Für besonders herausgehobene Tätigkeiten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, zur Justizvollzugsamtsinspektorin bzw. zum Justizvollzugsamtsinspektor mit Amtszulage ernannt zu werden. 

    Wo kann ich mich informieren?

    Für weitere Fragen stehen Ihnen in den Justizvollzugsanstalten die Abteilungen für Personal und Service gern zur Verfügung:

    Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel
    Frau Koppe  Tel. 03381 761-9202
    Frau Budich Tel. 03381 761-3102

    Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen
    Frau Pirsch Tel. 0355 4888-212

    Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben
    Frau Brödner Tel. 035456 673-210

    Justizvollzugsanstalt Nord-Brandenburg
    Teilanstalt Neuruppin-Wulkow
    Frau Ebeling  Tel. 03391 700-104

    Justizvollzugsanstalt Nord-Brandenburg
    Teilanstalt Wriezen
    Herr Elischer Tel. 033456 154-117

    Weitere Informationen:

    Faltblatt: Ausbildung im allgemeinen Vollzugsdient

    Überblick Auswahlverfahren und Ausbildung

    Überblick Auswahlverfahren und Ausbildung 

  • Juristin/Jurist im Justizvollzug

    Als Führungskraft erwarten Sie im Justizvollzug vielfältige Aufgaben, die insbesondere durch die Arbeit mit einer teils schwierigen Klientel gekennzeichnet sind. Diese Klientel gemeinsam mit den Behandlungsteams und allen weiteren Mitarbeitern wieder auf den rechten Weg zu bringen stellt eine spannende Herausforderung dar. Belohnung erfährt die Arbeit durch die in einer nicht geringen Anzahl von Fällen sichtbare positive Veränderung der Gefangenen, wodurch ein Stück weit Sicherheit geschaffen werden kann und ebenso dem/der Strafgefangenen bei dem Einstieg in ein straffreies Leben die so wichtige Unterstützung gewährleistet werden kann. 

    Tätigkeitsbereiche  

    Juristinnen und Juristen werden im Justizvollzug in der Regel zunächst im Bereich der Vollzugsleitung eingesetzt. 

    Als Vollzugsleiter/in tragen Sie nicht nur die Personalverantwortung für Ihren Vollzugsbereich, Ihnen obliegen auch vollzugliche Einzelentscheidungen für die in Ihrem Zuständigkeitsbereich untergebrachten Gefangenen. Die Tätigkeit erstreckt sich damit auf alle Rechtsangelegenheiten, die sowohl im Personal- wie auch im Vollzugsbereich von Bedeutung sind. 

    Die Herausforderungen für Juristen und Juristinnen im Justizvollzug liegen somit auch in der Führung der direkt unterstellten Mitarbeiter und in der Stärkung und Leitung der Teams sowie der Förderung von deren Zusammenarbeit. Vollzug bedeutet daher nicht nur Arbeit mit Gefangenen – auch für die Bediensteten übernehmen Sie einerseits Fürsorgepflichten, andererseits Verantwortung und letztlich ebenso die Weisungsbefugnis. Die Führung von Mitarbeitern nimmt einen großen Teil der Arbeit ein. 

    Abwechslung macht den Alltag aus. Neben der Beteiligung an Konferenzen, in welchen der weitere Werdegang den/die Gefangene betreffend beschlossen wird, überprüfen und bearbeiten Sie Beschwerden von Gefangenen, fertigen Stellungnahmen an die Strafvollstreckungskammern – zum einen zu Anträgen auf gerichtliche Entscheidung, zum anderen zur Frage der vorzeitigen Entlassung von Gefangenen – und entwerfen dienstliche Beurteilungen für die in ihrem Zuständigkeitsbereich tätigen Bediensteten. Zu letzterem gehört auch das Führen von Mitarbeitergesprächen. 

    Im weiteren Werdegang besteht mit zunehmender Berufserfahrung und bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen die Möglichkeit, mit der Vertretung der Anstaltsleitung, der Anstaltsleitung oder einer Funktion in der Aufsichtsbehörde betraut zu werden. 

    Berufseinstieg und Perspektiven  

    Sie erfüllen die formalen Einstellungsvoraussetzungen, wenn Sie ein Studium der Rechtswissenschaften und beide Staatsprüfungen absolviert haben (Befähigung zum Richteramt). 

    Erwünscht sind darüber hinaus gute Kenntnisse im Straf-, Strafprozess- und insbesondere Strafvollzugsrecht sowie Grundkenntnisse im Recht des öffentlichen Dienstes. 

    Weitere Eigenschaften, die Sie als Jurist/in bei der Arbeit im Vollzug mitbringen sollten, sind insbesondere Empathie, aber auch die Fähigkeit, besonders auf das notwendige Nähe-Distanz-Verhältnis zu achten, sowie Interesse für die den Vollzug prägenden Themenfelder der Psychologie und Kriminologie. 

    Die Einstellung erfolgt entweder als Regierungsrätin/Regierungsrat im Beamtenverhältnis auf Probe (die Probezeit beträgt in der Regel drei Jahre) oder als Tarifbeschäftigte/r in der Entgeltgruppe 13 TV-L. 

    Zu Beginn Ihrer Tätigkeit erfolgt in der Regel ein Einsatz an verschiedenen Vollzugsstandorten sowie im Ministerium der Justiz, um die unterschiedlichen Bereiche des brandenburgischen Justizvollzuges kennenzulernen. Neben dem Erwerb fachlicher Fähigkeiten sollen dabei auch Befähigungen für künftige Leitungsfunktionen in den Justizvollzugsanstalten des Landes Brandenburg erprobt und erworben werden. 

    Wo bewerbe ich mich? 

    Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte an das 

    Ministerium der Justiz
    Referat III.1
    Heinrich-Mann-Allee 107
    14473 Potsdam

    Referendariat

    Sofern Sie bereits im Rahmen des juristischen Studiums oder Referendariats Ihr Interesse für den Justizvollzug erkannt haben und die Verwaltungs- oder Wahlstation in einer Justizvollzuganstalt absolvieren möchten, richten Sie Ihre Bewerbung mit einem Motivationsschreiben gerne direkt an die von Ihnen gewünschte Anstalt.

    Wo kann ich mich informieren?  

    Für weitere Fragen stehen Ihnen in der Fachabteilung des Ministeriums Frau Bruske (0331 866-3310) und Frau Sander (0331 866-3311) gern zur Verfügung.

    Als Führungskraft erwarten Sie im Justizvollzug vielfältige Aufgaben, die insbesondere durch die Arbeit mit einer teils schwierigen Klientel gekennzeichnet sind. Diese Klientel gemeinsam mit den Behandlungsteams und allen weiteren Mitarbeitern wieder auf den rechten Weg zu bringen stellt eine spannende Herausforderung dar. Belohnung erfährt die Arbeit durch die in einer nicht geringen Anzahl von Fällen sichtbare positive Veränderung der Gefangenen, wodurch ein Stück weit Sicherheit geschaffen werden kann und ebenso dem/der Strafgefangenen bei dem Einstieg in ein straffreies Leben die so wichtige Unterstützung gewährleistet werden kann. 

    Tätigkeitsbereiche  

    Juristinnen und Juristen werden im Justizvollzug in der Regel zunächst im Bereich der Vollzugsleitung eingesetzt. 

    Als Vollzugsleiter/in tragen Sie nicht nur die Personalverantwortung für Ihren Vollzugsbereich, Ihnen obliegen auch vollzugliche Einzelentscheidungen für die in Ihrem Zuständigkeitsbereich untergebrachten Gefangenen. Die Tätigkeit erstreckt sich damit auf alle Rechtsangelegenheiten, die sowohl im Personal- wie auch im Vollzugsbereich von Bedeutung sind. 

    Die Herausforderungen für Juristen und Juristinnen im Justizvollzug liegen somit auch in der Führung der direkt unterstellten Mitarbeiter und in der Stärkung und Leitung der Teams sowie der Förderung von deren Zusammenarbeit. Vollzug bedeutet daher nicht nur Arbeit mit Gefangenen – auch für die Bediensteten übernehmen Sie einerseits Fürsorgepflichten, andererseits Verantwortung und letztlich ebenso die Weisungsbefugnis. Die Führung von Mitarbeitern nimmt einen großen Teil der Arbeit ein. 

    Abwechslung macht den Alltag aus. Neben der Beteiligung an Konferenzen, in welchen der weitere Werdegang den/die Gefangene betreffend beschlossen wird, überprüfen und bearbeiten Sie Beschwerden von Gefangenen, fertigen Stellungnahmen an die Strafvollstreckungskammern – zum einen zu Anträgen auf gerichtliche Entscheidung, zum anderen zur Frage der vorzeitigen Entlassung von Gefangenen – und entwerfen dienstliche Beurteilungen für die in ihrem Zuständigkeitsbereich tätigen Bediensteten. Zu letzterem gehört auch das Führen von Mitarbeitergesprächen. 

    Im weiteren Werdegang besteht mit zunehmender Berufserfahrung und bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen die Möglichkeit, mit der Vertretung der Anstaltsleitung, der Anstaltsleitung oder einer Funktion in der Aufsichtsbehörde betraut zu werden. 

    Berufseinstieg und Perspektiven  

    Sie erfüllen die formalen Einstellungsvoraussetzungen, wenn Sie ein Studium der Rechtswissenschaften und beide Staatsprüfungen absolviert haben (Befähigung zum Richteramt). 

    Erwünscht sind darüber hinaus gute Kenntnisse im Straf-, Strafprozess- und insbesondere Strafvollzugsrecht sowie Grundkenntnisse im Recht des öffentlichen Dienstes. 

    Weitere Eigenschaften, die Sie als Jurist/in bei der Arbeit im Vollzug mitbringen sollten, sind insbesondere Empathie, aber auch die Fähigkeit, besonders auf das notwendige Nähe-Distanz-Verhältnis zu achten, sowie Interesse für die den Vollzug prägenden Themenfelder der Psychologie und Kriminologie. 

    Die Einstellung erfolgt entweder als Regierungsrätin/Regierungsrat im Beamtenverhältnis auf Probe (die Probezeit beträgt in der Regel drei Jahre) oder als Tarifbeschäftigte/r in der Entgeltgruppe 13 TV-L. 

    Zu Beginn Ihrer Tätigkeit erfolgt in der Regel ein Einsatz an verschiedenen Vollzugsstandorten sowie im Ministerium der Justiz, um die unterschiedlichen Bereiche des brandenburgischen Justizvollzuges kennenzulernen. Neben dem Erwerb fachlicher Fähigkeiten sollen dabei auch Befähigungen für künftige Leitungsfunktionen in den Justizvollzugsanstalten des Landes Brandenburg erprobt und erworben werden. 

    Wo bewerbe ich mich? 

    Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte an das 

    Ministerium der Justiz
    Referat III.1
    Heinrich-Mann-Allee 107
    14473 Potsdam

    Referendariat

    Sofern Sie bereits im Rahmen des juristischen Studiums oder Referendariats Ihr Interesse für den Justizvollzug erkannt haben und die Verwaltungs- oder Wahlstation in einer Justizvollzuganstalt absolvieren möchten, richten Sie Ihre Bewerbung mit einem Motivationsschreiben gerne direkt an die von Ihnen gewünschte Anstalt.

    Wo kann ich mich informieren?  

    Für weitere Fragen stehen Ihnen in der Fachabteilung des Ministeriums Frau Bruske (0331 866-3310) und Frau Sander (0331 866-3311) gern zur Verfügung.

  • Psychologin/Psychologe im Justizvollzug

    Das Arbeitsfeld der Psychologin/des Psychologen im Justizvollzug ist durch hohe Verantwortung gekennzeichnet. Straffällige Menschen haben oft stark ausgeprägte Störungen und Verhaltensauffälligkeiten. Sie zeigen auch häufig wenig Unrechtsbewusstsein und Veränderungsmotivation. Deswegen sollen Justizvollzugspsychologen über ein gutes Selbstbewusstsein, angemessenes Mitgefühl und ein ausgeprägtes Wissen über kriminelles Verhalten verfügen.

    Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des psychologischen Dienstes sind für die psychologische Diagnostik, Risikoeinschätzung und Behandlung inhaftierter Männer und Frauen sowie Jugendlichen/Heranwachsenden zuständig. Die psychologische Behandlung schließt Kriseninterventionen und kriminalpräventive Interventionen ein.

    Kriseninterventionen aufgrund emotionaler Belastungen, suizidaler Gefährdung, aggressiven Verhaltens oder interpersoneller Probleme werden nach wissenschaftlich fundierten psychologischen Modellen und Behandlungsansätzen umgesetzt. Hierdurch tragen die Psychologinnen und Psychologen nicht nur zur psychischen Stabilität der Inhaftierten, sondern auch zur Sicherheit und Ordnung der Justizvollzugsanstalten bei.

    Der zweite Aufgabenbereich der psychologischen Behandlung sind die kriminalpräventiven Interventionen wie Einzel- und Gruppentherapie zur Verhinderung von künftiger Straffälligkeit.

    Psychologinnen/Psychologen untersuchen die Strafgefangenen im Rahmen eines Diagnoseverfahrens zu Anfang der Inhaftierung, um den kriminalpräventiven Behandlungsbedarf festzustellen. Wir orientieren uns am wissenschaftlich anerkannten Risiko-Bedürfnisse-Ansprechbarkeits-Modell, um die Untersuchung und Behandlungsplanung zu strukturieren.

    Psychologinnen/Psychologen untersuchen die Strafgefangenen und führen Risikobewertungen durch, um die Eignung für Vollzugslockerung (z. B. Ausgang und Freigang) und die Verantwortbarkeit einer vorzeitigen Entlassung einzuschätzen.

    Was wir anbieten

    Der Brandenburgische Justizvollzug hat großes Interesse daran, über einen hoch qualifizierten Psychologischen Dienst zu verfügen. Die Tätigkeit als Psychologin/Psychologe in einer Justizvollzugseinrichtung bietet vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Entfaltung und Weiterentwicklung durch regelmäßige Supervisionen sowie interne und externe Fortbildungsveranstaltungen.

    Psychologinnen und Psychologen erhalten als Beamtinnen/Beamte eine Besoldung nach Besoldungsgruppe A 13 bis A 15 des Besoldungsgesetzes für das Land Brandenburg. Als Tarifbeschäftigte/Tarifbeschäftigter wird ein Einstiegsgehalt entsprechend Entgeltgruppe 13 TV-L für Psychologinnen/Psychologen und 14 TV-L für Psychologische Psychotherapeuten gewährt. Die Einstufung von Psychologischen Psychotherapeuten in die Entgeltgruppe 14 TV-L erfolgt bei Wahrnehmung einer entsprechenden Tätigkeit.

    Einsatzbereiche

    Psychologinnen/Psychologen sind im Psychologischen Dienst in der Untersuchungshaft, Strafhaft, Einrichtung der Sicherungsverwahrung und in den Sozialtherapeutischen Abteilungen und als Teil von interdisziplinären Teams eingesetzt. In der Einrichtung der Sicherungsverwahrung und in den Sozialtherapeutischen Abteilungen sind Psychologinnen/Psychologen verantwortlich für die Behandlungsplanung und –durchführung bzw. in der Leitung dieser Einrichtungen tätig. In der Aufsichtsbehörde ist eine Psychologenstelle für die Fachaufsicht für den Psychologischen Dienst eingerichtet.

    Einstellungsvoraussetzungen

    Ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Psychologie möglichst mit klinischem, forensischem und/oder kriminalpsychologischem Studienschwerpunkt.

    Eine Approbation nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychTh-APrV) für den Einsatz als psychologische Psychotherapeutin / psychologischer Psychotherapeut ist wünschenswert.

    Praktikum im Psychologie-Studium oder Praktische Tätigkeit 2 nach dem PsychTh-APrV

    Der Justizvollzug des Landes Brandenburg bietet die Möglichkeit, ein Praktikum von mindestens 8 Wochen im Rahmen des Masters in Psychologie und mindestens 12 Wochen im Rahmen des Bachelors in Psychologie in einer Justizvollzugsanstalt zu absolvieren.

    Die Sozialtherapeutische Abteilung der Justizvollzugsanstalt Brandenburg a.d.H. verfügt über die Anerkennung als Einrichtung der psychotherapeutischen Versorgung und bietet deswegen die Möglichkeit der Praktischen Tätigkeit 2 von 600 Stunden gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 PsychTh-APrV zur Ausbildung als Psychologische Psychotherapeuten.

    Wo kann ich mich informieren?

    Für weitere Fragen steht Ihnen in der Fachabteilung des Ministeriums der Justiz des Landes Brandenburg Herr Feelgood (0331 866-3341) zur Verfügung.

    Initiativbewerbungen für ein Praktikum, Praktische Tätigkeit 2 oder eine befristete/dauerhafte Tatigkeit können Sie an die folgende Emailadresse senden (bitte eine Gesamtdatenmenge von 5 Mb nicht überschreiten): poststelle@mdj.brandenburg.de

    Das Arbeitsfeld der Psychologin/des Psychologen im Justizvollzug ist durch hohe Verantwortung gekennzeichnet. Straffällige Menschen haben oft stark ausgeprägte Störungen und Verhaltensauffälligkeiten. Sie zeigen auch häufig wenig Unrechtsbewusstsein und Veränderungsmotivation. Deswegen sollen Justizvollzugspsychologen über ein gutes Selbstbewusstsein, angemessenes Mitgefühl und ein ausgeprägtes Wissen über kriminelles Verhalten verfügen.

    Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des psychologischen Dienstes sind für die psychologische Diagnostik, Risikoeinschätzung und Behandlung inhaftierter Männer und Frauen sowie Jugendlichen/Heranwachsenden zuständig. Die psychologische Behandlung schließt Kriseninterventionen und kriminalpräventive Interventionen ein.

    Kriseninterventionen aufgrund emotionaler Belastungen, suizidaler Gefährdung, aggressiven Verhaltens oder interpersoneller Probleme werden nach wissenschaftlich fundierten psychologischen Modellen und Behandlungsansätzen umgesetzt. Hierdurch tragen die Psychologinnen und Psychologen nicht nur zur psychischen Stabilität der Inhaftierten, sondern auch zur Sicherheit und Ordnung der Justizvollzugsanstalten bei.

    Der zweite Aufgabenbereich der psychologischen Behandlung sind die kriminalpräventiven Interventionen wie Einzel- und Gruppentherapie zur Verhinderung von künftiger Straffälligkeit.

    Psychologinnen/Psychologen untersuchen die Strafgefangenen im Rahmen eines Diagnoseverfahrens zu Anfang der Inhaftierung, um den kriminalpräventiven Behandlungsbedarf festzustellen. Wir orientieren uns am wissenschaftlich anerkannten Risiko-Bedürfnisse-Ansprechbarkeits-Modell, um die Untersuchung und Behandlungsplanung zu strukturieren.

    Psychologinnen/Psychologen untersuchen die Strafgefangenen und führen Risikobewertungen durch, um die Eignung für Vollzugslockerung (z. B. Ausgang und Freigang) und die Verantwortbarkeit einer vorzeitigen Entlassung einzuschätzen.

    Was wir anbieten

    Der Brandenburgische Justizvollzug hat großes Interesse daran, über einen hoch qualifizierten Psychologischen Dienst zu verfügen. Die Tätigkeit als Psychologin/Psychologe in einer Justizvollzugseinrichtung bietet vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Entfaltung und Weiterentwicklung durch regelmäßige Supervisionen sowie interne und externe Fortbildungsveranstaltungen.

    Psychologinnen und Psychologen erhalten als Beamtinnen/Beamte eine Besoldung nach Besoldungsgruppe A 13 bis A 15 des Besoldungsgesetzes für das Land Brandenburg. Als Tarifbeschäftigte/Tarifbeschäftigter wird ein Einstiegsgehalt entsprechend Entgeltgruppe 13 TV-L für Psychologinnen/Psychologen und 14 TV-L für Psychologische Psychotherapeuten gewährt. Die Einstufung von Psychologischen Psychotherapeuten in die Entgeltgruppe 14 TV-L erfolgt bei Wahrnehmung einer entsprechenden Tätigkeit.

    Einsatzbereiche

    Psychologinnen/Psychologen sind im Psychologischen Dienst in der Untersuchungshaft, Strafhaft, Einrichtung der Sicherungsverwahrung und in den Sozialtherapeutischen Abteilungen und als Teil von interdisziplinären Teams eingesetzt. In der Einrichtung der Sicherungsverwahrung und in den Sozialtherapeutischen Abteilungen sind Psychologinnen/Psychologen verantwortlich für die Behandlungsplanung und –durchführung bzw. in der Leitung dieser Einrichtungen tätig. In der Aufsichtsbehörde ist eine Psychologenstelle für die Fachaufsicht für den Psychologischen Dienst eingerichtet.

    Einstellungsvoraussetzungen

    Ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Psychologie möglichst mit klinischem, forensischem und/oder kriminalpsychologischem Studienschwerpunkt.

    Eine Approbation nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychTh-APrV) für den Einsatz als psychologische Psychotherapeutin / psychologischer Psychotherapeut ist wünschenswert.

    Praktikum im Psychologie-Studium oder Praktische Tätigkeit 2 nach dem PsychTh-APrV

    Der Justizvollzug des Landes Brandenburg bietet die Möglichkeit, ein Praktikum von mindestens 8 Wochen im Rahmen des Masters in Psychologie und mindestens 12 Wochen im Rahmen des Bachelors in Psychologie in einer Justizvollzugsanstalt zu absolvieren.

    Die Sozialtherapeutische Abteilung der Justizvollzugsanstalt Brandenburg a.d.H. verfügt über die Anerkennung als Einrichtung der psychotherapeutischen Versorgung und bietet deswegen die Möglichkeit der Praktischen Tätigkeit 2 von 600 Stunden gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 PsychTh-APrV zur Ausbildung als Psychologische Psychotherapeuten.

    Wo kann ich mich informieren?

    Für weitere Fragen steht Ihnen in der Fachabteilung des Ministeriums der Justiz des Landes Brandenburg Herr Feelgood (0331 866-3341) zur Verfügung.

    Initiativbewerbungen für ein Praktikum, Praktische Tätigkeit 2 oder eine befristete/dauerhafte Tatigkeit können Sie an die folgende Emailadresse senden (bitte eine Gesamtdatenmenge von 5 Mb nicht überschreiten): poststelle@mdj.brandenburg.de