Masken made in JVA

Justizministerin Susanne Hoffmann: „Die Gefangenen zeigen nicht nur Verantwortung für den Justizvollzug, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft im Kampf gegen das Corona-Virus.“

Um in den brandenburgischen Justizvollzugsanstalten einen Ausbruch des Corona-Virus zu verhindern, unterliegen die Gefangenen derzeit erheblichen Einschränkungen unter anderem bei der Wahrnehmung von Besuchsrechten, Lockerungen und Arbeitsmöglichkeiten.

Umso mehr Anerkennung verdient es, dass Gefangene in drei Haftanstalten mit der Herstellung von Stoffmasken begonnen haben. Nach kurzer Testphase liegt die Produktion bei derzeit etwa 400 Masken pro Tag.

Die Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten Cottbus-Dissenchen, Luckau-Duben und Brandenburg an der Havel nähen den Mund-Nasen-Schutz nicht für sich selbst, sondern für die Bediensteten. Das primäre Ziel besteht darin, dass jeder der etwa tausend Bediensteten möglichst schnell mit drei Stoffmasken ausgestattet wird. Diese Schutzmaßnahme soll verhindern, dass Corona-Viren in die Anstalten hineingetragen werden und sich dort verbreiten. Denn während die Gefangenen unter den momentanen Haftbedingungen wie in Quarantäne leben, sind die Vollzugsmitarbeiter außerhalb der Anstalt der üblichen Infektionsgefahr ausgesetzt. Stoffmasken ohne Spezialfilter schützen zwar nicht den Maskenträger vor Ansteckung, können aber laut wissenschaftlicher Expertise in vielen Fällen wirksam verhindern, dass ein unentdeckt Infizierter das Virus verbreitet.

Nach der Versorgung des Vollzugspersonals mit Stoffmasken soll die Produktion fortgeführt werden. Geplant ist, weitere Mitarbeiter der Justiz mit „Masken made in JVA“ auszustatten, beispielsweise Justizwachtmeister bei den Gerichten, die besonders häufig Personalkontakten ausgesetzt sind.

Darüber hinaus sollen auch Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen von der Arbeit der Gefangenen profitieren.

Justizministerin Susanne Hoffmann: „Die Gefangenen zeigen damit nicht nur Verantwortung für den Justizvollzug, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft im Kampf gegen das Corona-Virus.“